Sonntag, 29. September 2013

Lesemarathon am 3./4. Oktober

Das kommt jetzt einigermaßen spontan, aber ich habe heute Nachmittag Überlegungen über einen Lesemarathon angestellt und dabei das Problem erwähnt, dass ich am Wochenende meistens Dienst habe, während für alle mit normalen Arbeitszeiten im Grunde nur Wochenenden in Frage kommen. Winterkatze hat mich dann darauf hingewiesen, dass am 3. 10. in Deutschland ein Feiertag ist, und als dann auch noch Tine und Caroline ihr Interesse bekundet haben ...


Kurz und gut: Ich werde vom 3. auf den 4. Oktober einen 24-Stunden-Lesemarathon machen, bei dem alle, die Lust und Zeit haben, eingeladen sind mitzulesen. Natürlich auch gern für weniger als 24 Stunden. ;-)
Ich plane deshalb eine so lange Dauer, weil es mir bei meinem allerersten Lesemarathon unglaublich Spaß gemacht hat, bis in die frühen Morgenstunden zu lesen und ich das seither gern einmal wiederholen wollte. Ob ich das letztendlich wirklich mache, wird ohnehin stark von Tagesverfassung und Lektüre abhängen.

Gedacht ist also der Marathon von 8 Uhr in der Früh am 3.10. bis 8 Uhr am 4.10 und alle, die sich zumindest für ein paar Stündchen anschließen wollen, können sich bei mir in den Kommentaren melden, dann erstelle ich eine kleine Teilnehmerliste (siehe unten).

Für zwischendurch zur Auflockerung habe ich hier ein paar Fragen. Vielleicht habt ihr ja Lust, die eine oder andere im Laufe des Tages/der Nacht zu beantworten:

1. Auch, wenn der Marathon eher kurzfristig anberaumt wurde - hast du dich irgendwie darauf vorbereitet? Vorgekocht, den Partner aus dem Haus vertrieben, etwas in der Art?
2. Wie muss für dich ein Buch sein, dass du es für Stunden nicht mehr aus der Hand legen kannst?
3. War dir schon mal ein Buch, das du gelesen hast, peinlich? Also eines, bei dem du nicht gern zugibst, dass du es gelesen hast?
4. Zählst du bei einem Lesemarathon Seiten und Lesezeit oder liest du einfach gemütlich vor dich hin?
5. Hast du ein Problem damit, deine Bücher Freunden oder Verwandten zu leihen?
6. Gibt es irgendeine Anekdote aus deinem Leben, die mit Büchern zu tun hat?
7. Stammt dein Lieblingsbuch auch von deinem Lieblingsautor/deiner Lieblingsautorin?
8. Liegt die Lesesucht bei dir in der Familie oder bist du da eine Ausnahme?
9. Hat dich schon mal ein Buch, das du anfangs furchtbar fandest, später noch richtig begeistert?
10. Wie ist dein Fazit nach diesem Lesemarathon?


Hier eine Teilnehmerliste mit allen, die zumindest für ein Weilchen mitlesen möchten:
Winterkatzes Buchblog
Lesemomente
Von Windsprechern, Drachen und Intriganten
i am bookish
Der elektrische Salon
Lyne's Books
Seitenträume
Leseträume

Sonntagsgeplauder #62

Das gabs schon lange nicht mehr: Heute hab ich nicht nur einen freien Sonntag, sondern bin auch in Wien und habe mir außerdem den ganzen Tag von Terminen/Treffen/was auch immer freigehalten. Heute ist nämlich nicht nur braves Lesen für die Doktorarbeit (aktuell Dialogus Miraculorum) angesagt, sondern auch ein Abarbeiten von diversen ToDo-Listen.
Auch Blogkram befindet sich auf der ToDo-Liste, wovon ich einen Punkt heute schon abgehakt habe: die längst überfällige Rezension zu Macht und Verrat.
Ansonsten habe ich heute schon lecker gekocht und nicht ganz so lecker gebacken (Honigkekse aus dem A Feast of Ice and Fire-Kochbuch, die bei mir aus unerfindlichen Gründen eher dazu geeignet sind, jemanden zu erschlagen).

Vielleicht komme ich dann am Abend auch noch zum Lesen. Inzwischen läuft mir ja ein wenig die Zeit davon für die 100 books-Challenge, obwohl ich momentan immerhin Große Erwartungen lese und The Secret Garden meine aktuelle Häkeluntermalung ist. Aber es bleiben nur noch 3 Monate und derzeit will mich keins der Listenbücher so recht verlocken.
Mal sehen. Einen großen Stress möchte ich mir da auf alle Fälle nicht machen - falls ich noch genug Bücher schaffe, ist es fein, und wenn nicht, dann habe ich immerhin einige tolle Autoren entdeckt, die ich ohne die Challenge wohl nie gelesen hätte.

Bei den Streifzügen ist es derzeit auch etwas ruhig, ich weiß. Letzte Woche bin ich wegen meines Wochenend-Kurzurlaubs zu keinem mehr gekommen. Dann hätte ich gern heute einen gemacht, aber leider spielt das Wetter nicht mit (und natürlich musste ich gestern, als es strahlenden Sonnenschein gab, arbeiten). Vielleicht passt es ja in den nächsten Tagen mal für einen kurzen Weg, auch wenn ich gern nochmal einen richtig schön langen Stadtwanderwag machen würde, ehe es dafür zu kalt wird (ich bin definitiv eine Schönwetter-Wanderin *gg*).

Was ich eigentlich auch gern mal wieder machen würde, das ist ein Lesemarathon, also so ein richtiger 24-h-Marathon, aber momentan ist auf Lovelybooks keiner in Sicht.
Ich könnte ja einfach selbst einen aufziehen, aber natürlich möchte ich den nicht alleine machen und Mitlesende zu finden, ist wohl aufgrund meiner Dienstzeiten etwas schwierig. Für alle, die normale Arbeitszeiten haben, kommt für so etwas ja nur der Samstag in Frage, aber freie Wochenenden sind bei mir recht rar. Und dann habe ich auch immer ein schlechtes Gewissen bei so etwas, weil ich doch eigentlich freie Tage für die Doktorarbeit nutzen sollte.
Ich weiß also nicht, ob das demnächst mal etwas wird, aber dennoch spukt mir ein solcher Lesemarathon momentan kräftig durch den Kopf.

So, ehe ich mich den nächsten Punkten auf meiner ToDo-Liste zuwende, werde ich nun mal eine Kaffeepause einlegen und hoffe, dass ich mir dabei nicht die Zähne an den Honigkeksen ausbeiße. ;-)

Habt noch einen schönen Sonntagnachmittag!

David Anthony Durham - Macht und Verrat (Acacia 1)



Genre: High Fantasy
Seiten: 800
Verlag: Blanvalet
ISBN: 9783641016746
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen



Seit Jahrhunderten schon beherrschen die Akaran von der Insel Acacia aus ein gewaltiges Reich scheinbar in Ruhe und Frieden, doch unter der Oberfläche brodelt es: Die besiegten Länder wollen Unabhängigkeit und auch die Akaran selbst sind nur eine Marionette in den Fäden der mächtigen Handelsgilde. Als die Mein aus dem kalten Norden mit grausamen Verbündeten Acacia angreifen, stürzen sie das gesamte Reich in ein Chaos.

"Macht und Verrat", der Auftakt zu Durhams Acacia-Trilogie beginnt mit der Schilderung von König Leodans Kindern, die einem in ihrer Konstellation irgendwie bekannt vorkommen: Aliver, der älteste Sohn und Thronerbe, der sich erst noch in seine verantwortungsvolle Rolle einfinden muss, die naive ältere Tochter Corinn, die vor allem mit Kleidern und ihrer Schönheit beschäftigt ist, die wilde jüngere Tochter Mena, eine kleine Rebellin und Liebling ihres Vaters und schließlich Dariel, der jüngste Sohn, der abenteuerlustig durch das Schloss streift.
Erinnert irgendwie an die Stark-Kinder? Ja, umso mehr noch, weil Corinns weiteres Schicksal dem von Sansa sehr gleicht, ebenso wie Alivers Weg Gemeinsamkeiten zu dem von Robb aufweist und die Bedrohung aus dem Norden ein wenig an die Wildlinge denken lässt.

Mit den Parallelen zu "A Song of Ice and Fire" in der anfänglichen Figurenkonstellation und einigen anderen Punkten muss man sich also erst einmal anfreunden. Während ich mich bei Martin aber sofort in jede einzelne der Figuren gut einfinden konnte, hatte ich bei "Macht und Verrat" mit sämtlichen Perspektiventrägern zunächst Schwierigkeiten. Das lag zum Teil wohl an der etwas seltsam anmutenden Marotte von Durham, an allen möglichen passenden und leider auch unpassenden Stellen indirekte Rede einzusetzen. Wenn gerade jemand zu einer bedeutenden Ansprache anhebt oder zwei Personen ein sehr persönliches Gespräch führen, wirkt es sehr sperrig und distanziert, wenn man das nur als indirekte Rede serviert bekommt - umso mehr, weil dadurch die Figuren sehr auf Abstand gehalten werden.

Mit der Zeit konnte ich dennoch ganz gut in das Buch hineintauchen, da mir die Figuren allmählich vertraut wurden und ich die politischen Verhältnisse sehr spannend fand.
Doch dann folgt nach gut 200 Seiten eine leserische Katastrophe: Ein Sprung von 9 Jahren! Kaum also hat man hineingefunden, die doch recht zahlreichen Figuren sortiert und beginnt mitzufiebern, kommt ein völliger Bruch und verbunden damit auch ein völliger Stillstand. Denn nun muss man bei allen Perspektiven quasi nochmal neu beginnen, wird mit Rückblenden und Zusammenfassungen auf den aktuellen Stand gebracht und muss sich in ganz neue Situationen und gewissermaßen auch ganz neue Figuren einfinden, deren Charakter sich natürlich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat.

Erzähltechnisch ist dieser Sprung also mehr als unglücklich und ich war an diesem Punkt nahe daran, den Roman einfach abzubrechen. Dass ich es nicht getan habe, war gut, denn nachdem die mühsame Phase all der Rückblicke erst einmal überwunden ist, kommt die Handlung endlich so richtig in Fahrt. Noch dazu führt der Autor aus der Sicht der in alle Winde zerstreuten Kinder wirklich faszinierende Kulturen ein, allen voran der Vumu-Archipel mit seiner grausamen Göttin. 
Sehr gut geschildert sind auch die Probleme der Mein, in Acacia die Macht zu halten und sich mit der Handelsgilde zu arrangieren. Hamish Mein, der zu einer der interessantesten Figuren des Romans gehört, muss bald feststellen, dass er zu ähnlichen Kompromissen gezwungen ist wie vor ihm König Leodan und dass die Gilde die eigentlichen Fäden zieht.
Der Umgang mit Macht und das Scheitern der eigenen hohen Ideale sind Themen, die in dem Roman differenziert behandelt werden und oft auch zu einem bitteren Nachgeschmack führen. Durham macht es seinen Lesern nicht immer einfach und schreckt nicht vor unschönen Plotentwicklungen zurück. So ist auch das Ende nur zum Teil versöhnlich und gerade offen genug, um Lust auf den nächsten Band zu wecken, ohne einen mit großen Cliffhangern zurückzulassen.

Insgesamt hat mir dieser Trilogie-Auftakt dann doch ganz gut gefallen, trotz zahlreicher Startschwierigkeiten und einigen größeren Kritikpunkten. Abgesehen von der etwas inflationär eingesetzten Magie im hinteren Drittel (bzw. dem Auftauchen aller möglichen höheren Mächte) hat mich der Roman ab der Hälfte durchaus überzeugt und ich würde gern mehr über die spannenden Kulturen und die teils sehr interessanten Figuren lesen.

Dienstag, 24. September 2013

Von Pilzen und dem Rausch der Höhe

Ich bin wieder zurück in Wien (und im Alltag) nach einem ganz tollen Wochenende mit sehr lieben Menschen, die ich jetzt alle schon wieder sehr vermisse. Wir haben viel geplaudert und diskutiert, Spaß gehabt, gemalt, gekocht und gegessen und Pilze gesammelt. Von denen gab es nämlich im Wald reichlich und erfreulicherweise hatten wir auch zwei Pilz-Expertinnen dabei.
Die durften im Wald bleiben, da sie nicht genießbar sind
Aber die kamen ins Pilzragout ...
... und die auch. Eine weitere Krause Glucke hatten wir auch am Vortag schon gefunden.
Gestern bin ich dann recht spontan auf dem Heimweg bereits bei meiner Familie ausgestiegen, anstatt gleich wieder nach Wien zu fahren. Ich wollte nämlich mit meiner Mutter unbedingt noch zum Höhenrausch nach Linz, der nur noch bis Mitte Oktober geöffnet hat.
Also haben wir uns am Abend noch auf die Dächer von Linz begeben. Der "Höhenrausch" entstand 2009, als Linz Kulturhauptstadt war, wurde seither aber zweimal quasi neu aufgelegt. Gleichbleibend sind die Stege und Plattformen, die über die Dächer führen. Hier sieht man einen Teil davon:

Beim diesjährigen Thema "Die Kunst der Türme" drehte sich alles um selbige. Der aufsehenerregendste Turm ist sicher der Oberösterreich-Turm, der sich auf dem Dach gut 30 Meter in die Höhe schraubt (das vorige Foto von den Stegen ist vom Turm aus entstanden):

Der Bambusturm ist nicht zu besteigen, sondern nur von innen zu bestaunen:

Inzwischen brach allmählich die Nacht über Linz herein.

In dieser schönen Dämmerungsstimmung ging es noch durch den Kirchturm, der über Stege mit dem Dach verbunden ist und schließlich durch eine Kunstausstellung wieder hinunter auf den Boden.

Ich hoffe, dass es auch nächsten Sommer wieder eine Neuauflage des Höhenrausches geben wird und die Verantwortlichen sich etwas ebenso interessantes wie in den letzten Jahren einfallen lassen werden.

Insgesamt war das ein wirklich schönes Wochenende, das leider wieder viel zu schnell vorbeigegangen ist.
Und jetzt muss ich erst einmal alles mögliche nacharbeiten und erledigen, aber ich bin trotzdem immer noch ganz wunderbar entspannt. Meditatives Pilzeputzen, ein Treffen mit Freunden, die man lange nicht gesehen hat, und tolle Blicke aus der Höhe können wirklich Wunder bewirken. ;-)

Donnerstag, 19. September 2013

Ich bin dann mal kurz weg

Da ich morgen mit Freunden nach Nordbayern zu einem Forentreffen fahre, verabschiede ich mich mal für das Wochenende. Ich freu mich wirklich darauf, für ein paar Tage wegzukommen - das ist in diesem Jahr mein erster "Urlaub". :-)
Die nächsten Streifzüge und diverse ausstehende Rezensionen gibt es dann also nächste Woche.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Dienstag, 17. September 2013

Thomas Mullen - Die Stadt am Ende der Welt



Genre: Gesellschaftsroman
Seiten: 479
Verlag: Hoffman und Campe
ISBN: 978-3455051827
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen



Wie ein kleines Paradies wirkt die Holzfällerstadt Commonwealth, deren Gründer Charles Worthy einen Gegenpunkt zu Ausbeutung und Unterdrückung setzen möchte. Als während des 1. Weltkriegs die Spanische Grippe ausbricht, beschließt Charles, die Stadt zum Schutz vor der Krankheit von der Außenwelt abzuschotten. Doch als kurz darauf ein halbverhungerter Soldat in der Stadt Zuflucht suchen möchte, beginnt die scheinbar perfekte Gesellschaft allmählich auseinanderzubrechen.

Diesem Roman habe ich es zu verdanken, dass ich heute todmüde bin. Als ich gestern im Bett noch ein paar Seiten lesen wollte, war ich etwa bei der Hälfte. Drei Stunden später - um etwa 3 Uhr in der Früh - habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt ...
Dies ist wohl einer der besten Zufallsfunde, den ich jemals in der Bücherei gemacht habe.

Es ist ein sehr klassisches Thema, das Mullen in diesem Roman aufgreift: Eine vermeintlich ideale Gesellschaft wird auf die Probe gestellt und droht in der Krise kläglich zu scheitern. Dieser Grundplot mag nicht der originellste sein, aber der Autor hat ihn fesselnd und eindringlich umgesetzt.
Gleich zu Beginn werden Philip, der sensible Adoptivsohn von Charles, und sein Freund beim Wachdienst vor die schwere Entscheidung gestellt, wie sie mit dem Soldaten verfahren sollen. Man wird also mitten hineingeworfen in eine ausweglos erscheinende Situation und in einen inneren Konflikt, der sich durch das gesamte Buch zieht: Wie weit darf man gehen, um das Wohl der Stadt zu schützen? Zählt ein Einzelner weniger als das Gemeinwohl? Was ist in so einer Krise richtig und falsch, wenn es um den Schutz der Familie geht?

Durch Rückblenden erfährt man mehr über das Leben der Menschen in Commonwealth und ihren Alltag vor dem Ausbruch der Seuche. Schnell nimmt man Anteil am Schicksal von Philip und dem der anderen Figuren und man wünscht sich, dass diese Gemeinschaft weiter so bestehen kann. Natürlich wird aber schnell klar, dass die Stadt die Krise nicht unbeschadet überstehen kann. Manche Entscheidungen werden nicht von allen gutgeheißen, und so brodelt es bald heftig unter der Oberfläche.
Der Krieg im fernen Europa, der doch stets allgegenwärtig ist, und die Bedrohung durch die gefährliche Grippe schüren eine tiefe Angst in den Menschen, die in manchen das beste, in manchen aber leider auch das schlechteste zutage fördert. Freundschaften und eine zarte Liebe sorgen zwar für lichte Momente, aber dennoch liegt über dem gesamten Roman eine düstere, unheilvolle Stimmung, die mich letztendlich immer weiter und weiter lesen ließ - in der Hoffnung, es möge sich doch noch alles zum Guten wenden. 

"Die Stadt am Ende der Welt" ist ein wirklich spannender und ungemein gut geschriebener Roman, der allerdings auch schmerzhaft zu lesen ist. Wer eine optimistische Lektüre bevorzugt, wird mit dem Buch daher vermutlich nicht ganz glücklich werden, aber dennoch kann ich es nur begeistert weiterempfehlen. Ich hatte schon lange kein so eindringliches Leseerlebnis mehr und bin beeindruckt, wie überzeugend Thomas Mullen sowohl die Dynamik in der Stadt als auch die inneren Konflikte der Figuren beschreibt.
Und keine Sorge: Es ist nicht alles völlig hoffnungslos.

Sonntag, 15. September 2013

Sonntagsgeplauder #61

Nach einem ziemlich arbeitsintensiven Wochenende, das mit einem 10-Stunde-Dienst heute geendet hat, sieht meine Lesebilanz mal wieder nicht so gut aus. Immerhin aber habe ich am Freitag den 1. Band von Acacia ausgelesen, der mich jetzt doch recht lange beschäftigt hat. Ich werde dazu noch eine Rezension verfassen, aber sehr knapp könnte ich mein Fazit mit "Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten" beschreiben. Da sich der Roman zum Ende hin fast kontinuierlich gesteigert hat, werde ich aber wohl doch auch noch den 2. Band lesen - sobald es diesen auch als ebook in der Onleihe gibt.

Und nun ist es höchste Zeit, mich mal anderen Büchereibüchern zuzuwenden. Irgendwie habe ich mich da in letzter Zeit ein wenig zu optimistisch mit Lesestoff eingedeckt. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass noch immer nichts bei der 100-Books-Challenge weitergeht. Allmählich wird es damit aber eng. Immerhin fehlen mir noch 6 Bücher und es sind nur noch dreieinhalb Monate. Oha. 

Allgemein ist es ja derzeit etwas ruhiger auf meinem Blog, ganz schlimm ist es aber mit jeglichen schreibbezogenen Beiträgen. Es ist wirklich an der Zeit, dass ich mal wieder eine Figurenvorstellung schreibe oder ein wenig aus meinem Romannähkästchen plaudere.

Immerhin scheine ich aber nicht die einzige zu sein, die gerade ein wenig mit Zeitproblemen zu kämpfen hat. Auf einigen Blogs kommt es mir derzeit eher ruhig vor - oder bilde ich mir das nur ein?
Ich fasse also mal wieder den Vorsatz, in Zukunft wieder mehr zu bloggen und mehr zu schreiben und vor allem: endlich das geplante neue Layout in Angriff zu nehmen!
Steigt mir doch bitte mal ein bisschen aufs Dach, falls sich in der Hinsicht in ein paar Wochen immer noch nichts getan hat, ja?

Donnerstag, 12. September 2013

Paul Buddee - Aufregung im Ponyclub

Die 14jährige Ann Rankin ist begeistertes Mitglied im Ponyclub in der australischen Kleinstadt Murra Wanda. Die jungen Reiter und Reiterinnen widmen sich nicht nur ehrgeizig dem Turniersport, sondern sind auch bei Rettungseinsätzen und Notfällen jeglicher Art stets zur Stelle. Doch eine Sache ist Ann ein Dorn im Auge: Während alle von ihnen eifrig üben, dürfen bei den tatsächlichen Einsätzen immer nur die Jungs mit. Doch als es nach schweren Regenfällen zu zahlreichen Überflutungen kommt, gilt es auch für Ann sich zu bewähren.

Als ich bei meiner Familie war, habe ich mal wieder im Keller nach alten Kinder- und Jugendbüchern gestöbert und diesen etwas anderen Pferderoman hervorgekramt, um gleich noch ein weiteres Buch für Elenas Challenge zu lesen. Leider habe ich es verabsäumt, das Buch abzufotografieren, ehe ich wieder nach Wien gefahren bin, und so ist diese Besprechung dieses Mal ganz bilderlos.
Anders als bei Ahornstraße 5 konnte hier der Reread nicht mehr mit den Erinnerungen meiner Kindheit mithalten. Es gab doch etliche Punkte, die mich jetzt gestört haben, obwohl sie mir früher nie aufgefallen sind.
Der teils etwas anstrengende Geschlechterkampf im Ponyclub ist zum Beispiel etwas, woran ich mich nicht einmal erinnert habe. Man muss aber dem Roman zugestehen, dass er aus den 70er Jahren stammt und es damals mit der Gleichberechtigung noch nicht so weit her war. Insofern ist es ja löblich, dass Paul Buddee mit der kämpferischen Ann eine recht emanzipierte Heldin in den Mittelpunkt des Romans stellt. Und ganz ehrlich: Neben den Bellas und Anastasias dieser Welt liefert Ann ein moderneres Frauenbild als manche aktuelle Romane ...
Der beschriebene Konflikt im Ponyclub führt außerdem zu herrlichen Dialogen wie diesem hier:

"Männer machen mich krank", sagte Ann beim Abendessen in entschiedenem Ton.
"Möchtest du in diesem Fall, daß ich die Küche verlasse und anderswo weiteresse, oder gehst du lieber?", erkundigte sich ihr Vater.
"Entschuldige bitte, Daddy. Dich habe ich nicht gemeint. Ich meine Leute wie Ernest und Chris Hales und solches Volk."
"Es klingt, als ob du von einer Herde Rindviecher sprächst", bemerkte Mrs. Rankin.
(S. 18)

Wirklich massiv hat mich aber die oft nahezu hastige Erzählweise gestört. In dem Roman passiert sehr viel und es werden zahlreiche unterschiedliche Themen angeschnitten, aber das alles in einem schwindelerregenden Tempo. Paul Buddee fegt so schnell von einer Szene zu nächsten, dass kaum so etwas wie eine Atmosphäre aufkommen kann. Manches liest sich beinahe wie eine Zusammenfassung.
Da ich aber inzwischen weiß, wie radikal früher manche Kinder- und Jugendbücher in der Übersetzung gekürzt wurden, frage ich mich, wie weit diese Probleme vielleicht nur die deutsche Version betreffen. An manchen Stellen kommt einem der Roman nämlich tatsächlich wie massiv gekürzt vor.
Auch ein anderes Problem ist möglicherweise auf die Übersetzung zurückzuführen: Im Schnelltempo und teils recht ungeschickt werden Schauplatz und Figuren eingeführt. Im Original handelt es sich aber nicht um einen Einzelband, sondern um eine ganze Reihe um Ann Rankin. Da "Ann Rankin and the Great Flood" offensichtlich nicht der erste Band ist, ist man also im Original vermutlich längst mit dem Hintergrund vertraut.

Dasselbe gilt wohl auch für Erklärungen, die scheinbar speziell für die nicht-australischen Leser eingestreut wurden. Möglicherweise fand ich diese aber als Kind durchaus hilfreich.
Das australische Setting hat mir jedenfalls auch jetzt wieder gut gefallen. Durch die anderen geographischen Gegebenheiten gibt es doch so einige Unterschiede zu europäischen Pferdebüchern, die recht spannend sind. Der nächtliche Ritt etwa von Ann über die Berge, um einen Tierarzt während der Flut zu einem abgelegenen Hof zu führen, konnte mich auch als Erwachsene wieder fesseln.

Und schließlich hat der Roman - man hat es ja schon am Zitat oben gemerkt - teilweise herrlich ironische Dialoge zu bieten. Ich musste beim Lesen mehrmals losprusten. Äußerst komisch fand ich ja auch dieses Gespräch (als Ann sich für die Feier nach einem Turnier herausgeputzt hat):

Er schnüffelte und meinte: "Du hast aber heute tief in Mamis Parfumflasche gegriffen, Ann."
"Etwas dagegen? Es ist ein besonderes französisches Parfum, das ich benutzen durfte."
"Nein, nein, gar nichts. Du riechst gut. Wie eine von unseren guten Badeseifen zu Hause."
"Vielen Dank für das Kompliment", sagte Ann. "Wie gefällt dir das Badetuch, das ich anhabe?"
(S. 79)

Insgesamt war es ein zwar kurzweiliger, aber doch eher ernüchternder Reread. Mich würde es ja fast in den Fingern jucken, es mal mit dem australischen Original zu probieren, allerdings ist das wohl nicht ganz so einfach aufzutreiben.

Dienstag, 10. September 2013

Eine Stadt. Ein Buch. 2013

Ab heute findet wieder die jährliche Aktion Eine Stadt. Ein Buch. statt, bei der von einem Roman 100.000 Sonderexemplare gedruckt und in Wien gratis verteilt werden.
Dieses Jahr gibt es "América" von T. C. Boyle.
Heute Mittag ist sozusagen der Startschuss gefallen. Ich wollte eigentlich die Eröffnungsveranstaltung mit dem Autor in der Hauptbücherei besuchen, habe es aber leider zeitlich nicht geschafft. War von euch jemand dort?

Das Buch gibt es aber natürlich nicht nur heute, sondern noch bis Ende der Woche (bzw. so lange der Vorrat reicht) in allen Zweigstellen der Städtischen Bücherei, in den Wiener Volkshochschulen, zahlreichen Buchhandlungen, diversen Caféhäusern und Bankfilialen und einigen anderen Verteilerstellen (die genaue Auflistung findet ihr hier).

Ich werde mir das Buch natürlich noch holen und bin schon gespannt, wie es mir gefallen wird.

Freitag, 6. September 2013

[Wiener Streifzüge] Rund um die Herrengasse

BeschreibungWien für kluge Leute Nr. 33
(erweitert)
StartpunktSchottentor (U2, 37, 38, 40, 41,
42, 43, 44, 1, 71, D)
EndpunktDr.-Karl-Renner-Ring (U2, U3, 1, 2,
71, 49, D, 48A)
Gehzeit30 Minuten


Mein aktueller Streifzug ist ein bisschen ein anderer als die vorigen: Es ist nur ein Mini-Streifzug, es gibt diesmal Stadt statt grün und außerdem klassische Touristenfotos. ;-)
Der Weg Nr. 33 ist im Grunde noch nicht mal ein wirklicher Streifzug, der führt lediglich an ein paar Gebäuden rund um die Herrengasse vorbei. Da ich ohnehin in die Unibibliothek musste, habe ich daraus einen kleinen Spaziergang von der Uni durch die Herrengasse bis zur Hofburg und über den Heldenplatz zum Dr.-Karl-Renner-Ring gemacht. Trotz Fotopausen dauert dieser Weg gerade mal 30 Minuten.
Apropos Fotopausen: In bester Touristenmanier habe ich schöne Gebäude fotografiert, die ich aber meist nur in Ausschnitten auf Kamera bannen konnte: Es waren immer entweder andere Gebäude oder Straßenschilder oder Bäume im Weg - und ich bin halt nur mit einer einfachen, kleinen Digitalkamera unterwegs und hab kein Weitwinkel-Objektiv (und ich bin auch echt eine miese Stadtfotografin *gg*, mit Natur kann ich besser umgehen).

Auf dem Weg zur Germanistik-Bibliothek
Arkadenhof der Universität Wien
Irgendwie seltsam, in der Uni zu fotografieren - wenn man da jahrelang studiert, hat man nicht mehr wirklich einen Blick für das Gebäude. Von außen ist sie übrigens recht schwer auf Foto zu bannen, da eben immer irgendetwas im Weg ist ... in diesem Fall Bäume:


Stets einen Besuch wert ist Demmers Teehaus, in dem man nicht nur tollen Tee und allerlei Kram rund um den Tee sowie britische Leckereien kaufen, sondern auch gemütlich auf Sofas rumlungern kann, um Tee zu trinken und Scones zu essen.


Ministeriumsgebäude in der Bankgasse
Minoritenkirche
In der Herrengasse hat man mit dem Café Central und dem Café Griensteidl gleich zwei traditionsreiche Literaten-Kaffeehäuser:



Apropos Literaten: In diesem hübschen Innenhof ist der Sitz der Österreichischen Gesellschaft für Literatur:


Und natürlich darf auf einem Bücherblog auch ein Foto der Nationalbibliothek nicht fehlen. Leider wird auf dem Heldenplatz gerade alles für das Erntedank-Fest am Wochenende aufgebaut, daher hatte ich nun anstatt Bäumen oder Verkehrsschildern zur Abwechslung mal Zelte im Weg ...

Fazit: Irgendwie war das ein lustiger Spaziergang. Ich bin sonst noch nie durch die Wiener Innenstadt gegangen, um Fotos zu machen. Das hat sich echt seltsam angefühlt, obwohl ich natürlich in guter Gesellschaft mit zig Touristen war ...
Zur Abwechslung hat das auch Spaß gemacht, aber das nächste Mal möchte ich doch lieber wieder  ins Grüne, auch wenn in dem Buch noch eine ganze Reihe solcher Innenstadt-Wege dabei sind (die sind vielleicht im Winter und auch bei Zeitmangel ganz praktisch).

Dienstag, 3. September 2013

Ebba Schwimann-Pichler - Ahornstraße 5

Von einem Tag auf den anderen verändert sich das Leben der fünf Kabitzki-Geschwister von Grund auf: Nach dem Unfalltod ihrer Eltern müssen sie alleine zurechtkommen, unterstützt von ihrer Tante Erna, mit der sie nicht unbedingt auf eine Wellenlänge liegen. Noch dazu sieht es finanziell nicht gut aus und sie befürchten, das Haus zu verlieren, das der große Lebenstraum ihrer Eltern war. Als der älteste Sohn Niklas erfährt, mit welchen Vorurteilen und Schikanen seine internationalen Studienkollegen bei der Wohnungssuche zu kämpfen haben, hat er eine Idee ...

Dieses Buch ist mein erster Beitrag zur Challenge Zurück in die Vergangenheit und damit habe ich mich ganz schön weit zurück in die Vergangenheit begeben. "Ahornstraße 5" habe ich zuletzt als etwa 10jähriges Kind gelesen (auch wenn ich den Roman eher als Jugendbuch einstufen würde) und fand es damals ganz toll. Ich hatte es aber nur aus der Bücherei ausgeliehen und im Laufe der Zeit den genauen Titel und den Namen der Autorin vergessen. "Irgendetwas mit Ahorn" war alles, was ich noch wusste, und obwohl ich den Roman später gerne nochmal gelesen hätte, konnte ich ihn nicht mehr ausfindig machen.

Als ich nun mit etwas Internetrecherche endlich den vollständigen Titel herausfand und noch ein schönes, gebrauchtes Exemplar auftreiben konnte, war natürlich die Freude groß, aber gleichzeitig hatte ich auch Angst, dass mir der Roman nun - aus erwachsener Sicht - nicht mehr gefallen würde.
Die Angst war allerdings umsonst, auch wenn ich mich jetzt durchaus an einigen Punkten gestört habe, die mir als Kind wohl nicht weiter aufgefallen sind.

"Ahornstraße 5" lebt vor allem von den vielen charmanten Figuren. Aus meiner Kindheit war mir noch immer Federle in Erinnerung, die 17jährige Tochter, die den Spitznamen ihrer zarten und etwas kränkelnden Konstitution verdankt, obwohl sie in sich sehr viel Stärke trägt. Wie sie energisch dafür sorgt, dass das Leben weiter in geordneten Bahnen verläuft und die ganze Familie zusammenhält, hat mir auch jetzt wieder gefallen.
Aber auch die anderen Geschwister und all die Nebenfiguren wissen zu überzeugen. Zwar gibt es die eine oder andere etwas klischeehafte Figur, aber von manchen wird man auch überrascht und die meisten bewegen sich durchaus in leichten Grauzonen.

Die multikulturelle Mischung von Niklas' Studienkollegen hat mich als Kind besonders fasziniert und sie macht auch tatsächlich einen Reiz des Buches aus. Gleichzeitig sind aber genau in diesem Zusammenhang einige Schwächen zu finden. Zunächst einmal wird bei einigen von ihnen nicht klar, weshalb sie denn ausgerechnet in Wien studieren bzw. was sie überhaupt hierher verschlagen hat. Und wann studieren die denn überhaupt einmal? Es scheint, als hätten sie den lieben langen Tag Zeit, um in der Ahornstraße 5 mitzuhelfen.
Die ganze Ausländerproblematik, die eine große Rolle in dem Buch spielt, wirkt teilweise ein wenig überzeichnet (war das in den 80er Jahren wirklich noch so schlimm?), teilweise aber auch erschreckend aktuell ("Der eine muss ein Araber sein. Hoffentlich kriegt er keinen Rappel und knallt uns mal über den Haufen! Das sind ja alles Terroristen!", S. 147). 
Dass die Autorin bei den Figuren dabei selbst immer wieder in gängige Klischees abrutscht, führt die Aussage manches Mal leider ein wenig ad absurdum, aber insgesamt funktioniert das Plädoyer für Toleranz und gegenseitiges Verständnis dennoch.

Der Tonfall und die Wortwahl wirken manchmal ein wenig antiquiert, etwa, wenn auch die jüngeren Kinder immer wieder sagen "die Eltern" anstatt einfach "Mama und Papa". Trotzdem liest sich der Roman gut und flüssig, wenn man erst ein wenig in die Erzählstimme hineingefunden hat.
Die Autorin springt zwar durch viele Perspektiven, aber man kann trotzdem gut mit allen Geschwistern mitfühlen und hofft stets, dass sich am Ende alles in Wohlgefallen auflösen wird. Denn man muss die Kabitzki-Kinder einfach gernhaben und wünscht ihnen nichts mehr als ein glückliches Leben trotz aller Widrigkeiten.

Ein warmherziges Buch mit liebenswerten Figuren, das mir wohl auch ohne den nostalgischen Blick gefallen hätte.

Sonntag, 1. September 2013

Sonntagsgeplauder #60

Wirklich viel geht bei mir lesemäßig immer noch nicht weiter. Der erste Band von Acacia zieht sich ziemlich, aber offensichtlich geht es jetzt erst so richtig los. Mal sehen.
Dafür hatte ich letzte Woche einen richtig schönen Reread, was mich auch gleich zu meinen Neuzugängen bringt:


Beide Bücher habe ich gebraucht gekauft, aber sie sind in einem wirklich guten Zustand. Das eine - Ahornstraße Nr. 5 - ist ein Roman, den ich in meiner Jugend gelesen habe, damals aber nur aus der Bücherei hatte. Ich war bei diesem Buch sehr skeptisch, ob es mir auch jetzt noch gefallen würde, aber trotz einiger Kiritkpunkte fand ich ihn sehr schön und habe ihn fast ohne Unterbrechung in einem durch gelesen. Da es mein erster Beitrag zu Elenas Challenge ist, werde ich die nächsten Tage ohnehin noch eine ausführliche Rezension schreiben.
The Fionavar Tapestry habe ich vor Jahren schon mal auf Deutsch begonnen. Damals hatte ich den 1. Band aus der Bücherei ausgeliehen - nur um dann festzustellen, dass es den 2. dort nicht gab. Als ich nachgefragt habe, habe ich erfahren, dass das Exemplar leider kaputt geworden ist und da die Trilogie auf Deutsch nicht mehr verlegt wird, konnte es auch nicht nachgekauft werden. Ich habe dann die Trilogie auf "irgendwann später" verschoben und lieber mal andere Romane von Kay gelesen. Genaugenommen wollte ich nämlich darauf warten, dass die kanadische Gesamtausgabe nochmal neu verlegt werden würde. Nun habe ich sie letztendlich gebraucht von einem kanadischen Anbieter bestellt. Es ist zwar ein ziemlich dickes und unhandliches Taschenbuch, aber ich hatte keine Lust, mir drei je knapp 300-Seiten-dicke Bücher für insgesamt deutlich mehr Geld zu kaufen.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie mir Fionavar als ganzes gefallen wird. An den 1. Band kann ich mich nur noch vage erinnern, aber ich weiß, dass die Trilogie ganz anders ist als die späteren Romane von Kay. Es ist eher klassische Crossover-Fantasy (Leute aus unserer Welt landen in einer Fantasy-Welt und spielen dort eine wichtige Rolle), aber es ist nun mal Kay: Bestimmt ist es mehr als eben nur ein Bedienen altbekannter Elemente, und selbst wenn nicht, kann ich mich ja immer noch an seinem tollen Schreibstil und den genialen Figurenzeichnungen erfreuen.

Für Lesestoff ist also gesorgt, zumal ich auch noch ein paar Romane aus der Bücherei ausgeliehen habe. Dann brauche ich ja nur wieder mehr Zeit und Lust zum Lesen ...