Sonntag, 31. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 7


Zuerst einmal wünsche ich euch allen frohe Ostern!

Ich bin seit gut einer Stunde wieder in Wien - allerdings war ich da erst einmal damit beschäftigt, mein mobiles Internet zu installieren, und da es ein paar Probleme mit Aktivierung sowie sim-Karte gab, war ich damit bis jetzt beschäftigt ... Jetzt klappt alles und die Geschwindigkeit scheint sogar besser zu sein als vorher, aber das Herumgewerkel hat mir halt nun einiges an Zeit geraubt.
Die für heute Abend geplante Blogrunde nach meiner weitgehenden Internetabstinenz der letzten Tage wird also wohl nichts mehr werden. Es tut mir leid, dass ich jetzt so lange nirgends kommentiert und nicht einmal die Kommentare bei mir kommentiert habe. Ich hoffe, dass ich das morgen noch ein bisschen wiedergutmachen kann.

Nun noch zu meinem Lesestand: Gestern habe ich nach meinem letzten Update immerhin noch ein bisschen an The Scorpio Races weitergelesen.
Heute ging den ganzen Tag gar nichts, erst im Zug hab ich dann noch Hörbuch gehorcht. Ich befürchte, dass ich auch jetzt nicht mehr viel lesen werde, da ich die letzte Nacht nur ungefähr 4 Stunden geschlafen habe (die Osterfeier hat "etwas" länger gedauert und heute musste ich früh aufstehen - dank der doofen Zeitumstellung dann ja noch eine Stunde früher).
Der Heimweg von der Osterfeier war übrigens interessant, da ein unglaubliches Schneetreiben herrschte. Ich war im Schneckentempo unterwegs, und heute Morgen war dann alles schneeweiß. Ich hab sogar rasch noch ein "Beweisfoto" mit meinem Handy gemacht (seht ihr die riesigen Schneeflocken, die da noch vom Himmel segeln?).


Ansonsten war mein Tag heute ausgefüllt mit kochen, Familienfeier, Nichtenbespaßen und solcherlei Dingen. Es war ein sehr schöner Tag, aber eben keiner, an dem ich großartig zum Lesen gekommen wäre.
Mal sehen, wieviel ich morgen noch schaffe. Bis 15:00 bin ich in der Arbeit, aber wenn ich Glück habe und es dort sehr ruhig ist, könnten da durchaus ein paar Seiten drin sein. Und danach hätte ich immerhin noch einige Stunden Zeit.

Aktueller Stand der Dinge:
- Jon Krakauer, In eisige Höhen: ausgelesen
- Holly-Jane Rahlens, Everlasting: ausgelesen
- Michael Köhlmeier, Madalyn (ebook): ausgelesen
- Maggie Stiefvater, The Scorpio Races: 151 von 482 Seiten
- Cassandra Clare, City of Bones (Hörbuch): 11 h 32 min von 14 h 20 min
- Julia Quinn, Wie erobert man einen Duke: 90 von 400 Seiten

Samstag, 30. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 6


Auf gehts ins Wochenende!
Ich weiß noch nicht, ob ich heute zum Lesen komme, vielleicht mal ein paar Seiten zwischendurch, denn obwohl ich schon einkaufen war und Kuchen gebacken habe, ist immer noch einiges geplant für den heutigen Tag:
- Ostereier färben
- Kekse backen (in Häschenform)
- meiner Nichte ihre Percy Jackson-ebooks entführen ;-)
- ev. auch noch ein Spiel spielen mit meiner Nichte (muss mich noch revanchieren dafür, dass sie mich gestern Abend beim Siedler-Kartenspiel so plattgemacht hat)
- in die Auferstehungsfeier gehen
- Osterfeier mit Jugendfreunden (leider wetterbedingt ohne Osterfeuer)

Ihr seht schon, da bleibt nicht mehr viel Spielraum. ;-)

Aktueller Stand der Dinge:
- Jon Krakauer, In eisige Höhen: ausgelesen
- Holly-Jane Rahlens, Everlasting: ausgelesen
- Michael Köhlmeier, Madalyn (ebook): ausgelesen
- Maggie Stiefvater, The Scorpio Races: angefangen
- Cassandra Clare, City of Bones (Hörbuch): angefangen (oder eher: mittendrin)
- Julia Quinn, Wie erobert man einen Duke: angefangen
- Agatha Christie, Die großen Vier: abgebrochen 

Freitag, 29. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 5


Nachdem ich heute brav früh aufgestanden bin, kann ich noch einen kurzen Beitrag schreiben, ehe ich noch diverses Zeugs zusammensuchen muss, bevor ich dann in die Arbeit fahre (von wo aus es dann am Nachmittag direkt zum Bahnhof und meiner Familie geht).
Ich habe mit im Gepäck Die großen Vier (das letzte der zahlreichen Agatha Christie-Bücher, die mir meine Mutter mal vom Flohmarkt mitgebracht hat) und The Scorpio Races, außerdem noch City of Bones auf meinem ipod. Damit sollte ich gut gerüstet sein bis Sonntag - vermutlich zu gut, da ich gar nicht so viel zum Lesen kommen werde. ;-)

Da mir bei meiner Familie nur der uralte Laptop meiner Mutter zur Verfügung steht (das Ding steht bestimmt schon unter Denkmalschutz), werde ich nicht nur aus Zeitgründen heute und morgen kaum zu einer Blogrunde kommen. Schnarchlangsam ist nämlich noch ein zu freundliches Wort, um die Geschwindigkeit dieses historischen Gerätes zu beschreiben. Vermutlich werde ich also nur sehr sporadisch auf dem einen oder anderen Blog vorbeischauen. Ich wünsche euch also schon mal ein schönes Lesewochenende!

Update um Mitternacht
Wie erwartet, habe ich heute nicht viel geschafft. Nach der Arbeit bin ich ja gleich zum Zug, und auf der Fahrt habe ich weiter bei City of Bones gelauscht. Zuhause gabs dann erst mal einen kleinen Spieleabend mit meiner Nichte, ehe wir uns dann beide mit einem Buch zum Kachelofen gesetzt haben. Allerdings wollte mir Die großen Vier so gar nicht zusagen, da ich zwar gern Agatha Christie lese, aber in erster Linie eben die klassischen Krimis und nicht Romane mit großen Verbrecherorganisationen und solcherlei Dingen. Außerdem wirkt der Anfang so völlig überhastet, dass ich mal wieder massive Kürzungen bei der Übersetzung vermute.
Letztendlich habe ich dann den Roman zur Seite gelegt und stattdessen noch zu The Scorpio Races gegriffen. Da bin ich auch gleich schön reingekommen, auch wenn ich den Hintergrund des ganzen noch recht seltsam finde.
Ich weiß nicht, ob ich Die großen Vier überhaupt noch weiterlesen werde. Wenn, dann wohl eher nicht  mehr an diesem Wochenende.
Und nun verziehe ich mich ins Bett und werde vielleicht noch ein bisschen Hörbuch horchen.

Donnerstag, 28. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 4

Bisher habe ich heute noch nichts gelesen, da ich damit beschäftigt war, Anleitungen und Rezepte für die Ostermitbringsel zusammenzusuchen, die heute noch auf dem Programm stehen. Das ist jetzt erledigt, ich werd dann gleich noch einkaufen gehen und dann leg ich los.
Ansonsten hab ich heute relativ viel Zeit - ich hab keinen Dienst und unerhörterweise beschlossen, mir heute auch bei der Doktorarbeit freizunehmen. Es sei denn, das schlechte Gewissen schlägt doch zu sehr zu.
Buchmäßig ist für heute geplant: 
Madalyn weiter und zu Ende lesen
Wie erobert man einen Duke? lesen (wär natürlich schön, wenn ich damit auch noch fertig werde)
City of Bones weiterhören
Außerdem werde ich heute noch eine größere Blogrunde machen, da ich die nächsten Tage wohl nicht dazu kommen werde.

Update um 14:15
So, ein Teil der Ostergeschenke ist fertig (aber einiges steht mir noch bevor) und ich habe mich vorhin lecker bekocht. Sonst gibt es bei mir am Gründonnerstag traditionellerweise immer Spinat mit Kartoffeln und Spiegelei, aber da heute im Supermarkt frischer Mangold in Aktion war, hab ich Kartoffel-Mangold-Curry gemacht (zumindest was ähnliches ;-)). Wär zwar noch leckerer gewesen, wenn ich nicht so großzügig mit dem Chilipulver gewesen wäre, aber es ging grad noch von der Schärfe her (ich bin in der Hinsicht eine ziemliche Mimose). *g*
Gerade hab ich schon mal eine größere Blogrunde gemacht und nun werde ich ein wenig bei Madalyn weiterlesen, ehe ich mich den weiteren Ostergeschenken zuwende.

Update um 21:45
Puhhhh .... wer hätte gedacht, dass das heute noch so stressig wird? Ich bin immer noch nicht mit den Ostermitbringseln fertig, was vor allem daran liegt, dass ich meine Pläne ein wenig über den Haufen geworfen habe. Für die "Großen" hab ich wie geplant Karotten-Limetten-Marmelade gekocht und damit etliche Gläser befüllt. Für die Kinder wollte ich eigentlich ganz simple Häschenanhänger häkeln, aber dann bin ich über diese wunderbare Anleitung gestolpert und dachte mir, dass ich diese Küken/Hühner ja auch problemlos zeitlich noch hinbekommen müsste.
Tja, das Problem ist nur, dass es erstens relativ lange dauert, all das Kleinzeug zu häkeln (Flügel, Schnabel, etc.) und man vor allem ewig mit Fadenvernähen und Zusammennähen beschäftigt ist. Zwei sind jetzt immerhin fertig, die restlichen zwei sind fertig gehäkelt, die muss ich jetzt "nur" noch zusammennähen. Innendrin ist übrigens ein Lindt-Schokoei, das man über eine kleine Öffnung auf der Rückseite rausnehmen kann.


Immerhin hat mir die stundenlange Häklerei auch etliche Stunden Hörbuch-horchen beschert. Somit bin ich also mit City of Bones ein ganzes Stück weitergekommen. Und zwischendurch musste ich dann auch mal meine Finger entspannen und habe Madalyn zu Ende gelesen. Ein neues Buch werde ich heute aber sicher nicht mehr anfangen. Ich muss jetzt noch die anderen beiden Tierchen fertigstellen und dann noch einiges für morgen erledigen.
Bei City of Bones müsste ich übrigens schon einige Male kichern. Simons Reaktion auf die ganze Dämonengeschichte ist ja wohl herrlich! "That's awesome! Like in Dungeons and Dragons!"
Und die "Still not king"-Referenz hat mich auch sehr amüsiert.
Madalyn hat mir auch im weiteren Verlauf sehr gut gefallen, nur das Ende an sich fand ich etwas nichtssagend.

Update nach Mitternacht
Alles ist fertig, ich muss morgen in der Früh nur noch fürs Wochenende "packen", ehe ich dann in die Arbeit fahre und von dort aus gleich weiter zum Bahnhof. Vielleicht schaff ich in der Früh ja auch noch einen Beitrag.
Ich war auch gerade noch schlau genug, die weiteren Tagesgrafiken schon mal hochzuladen, damit mir die auch abseits meines Computers zur Verfügung stehen.
Und jetzt verschwinde ich mal ins Bett, vermutlich ohne dort noch großartig was zu lesen. Gute Nacht euch allen! 

Mittwoch, 27. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 3



Heute bin ich noch nicht zum Lesen gekommen, da ich noch Bücher aus der Unbibliothek zusammengesucht habe, die ich zurückbringen muss - und vorbestellt hab ich auch gleich welche. Bei der Gelegenheit hab ich dann auch noch ein wenig in der Onleihe gesucht und mir Madalyn von Michael Köhlmeier heruntergeladen. Das wird dann also mein nächstes Buch, wobei ich heute vorerst nur in etwaigen kurzen Leerläufen in der Arbeit zum Lesen kommen werde.
Ich werde mich dann also erst am Abend wieder melden, wenn ich nach Hause komme. Und jetzt mach ich mich noch schnell zu einer "kleinen" Blogrunde auf.

Update um 21:30
Ha, so soll das sein: Pünktlich um 21:00 aus der Arbeit rausgekommen, sofort die U-Bahn erwischt, danach sofort die Straßenbahn erwischt und schon bin ich bereit für den Leseabend. :-)
Und immerhin 52 Seiten habe ich heute in der Arbeit zwischendurch schon bei Madalyn geschafft, das mir bislang sehr gut gefällt. Ich glaube, das ist tatsächlich mein erster Roman von Köhlmeier, aber wenn er so gut weitergeht, dann werden wohl noch weitere folgen. 

Update um 23:45
Ich habe nun am Abend noch City of Bones weiter gehört und dabei an dem Band gearbeitet, mit dem ich gestern begonnen habe. In letzter Zeit hab ich ja viel zu selten geknüpft - wenn ich mal zum Handarbeiten gekommen bin, hab ich immer nur Granny Squares gehäkelt.
Beenden werde ich heute sicher kein Buch mehr. Das Hörbuch dauert ja noch etliche Stunden (ich bezweifle, dass ich damit bis Montag noch durchkomme) und Madalyn ist zwar kein sehr langer Roman, aber ich bin ja noch nicht mal bei der Hälfte. Dass ich heute nicht so viel schaffen werde, war mir aber eh schon klar.
Morgen sollte die Bilanz dann wieder besser aussehen.

Vermutlich werde ich jetzt noch ein wenig lesen, ehe ich mich ins Bett verziehe, aber ich wünsche euch schon mal eine gute Nacht!

Dienstag, 26. März 2013

[7Days 7 Books] Dienstag


Nachdem heute um 5 Uhr irgendein Trottel an meiner Wohnungstür geklingelt hat (keine Ahnung, wer und warum - bis ich mich aus dem Bett gewurschtelt hatte, war niemand mehr da), habe ich im Morgengrauen gleich mal ein Stündchen gelesen, bin dann aber nochmal eingeschlafen. Erst um 8:30 bin ich dann endgültig aufgestanden, daher fühle ich mich jetzt ein bisschen gaga (das ist immer so, wenn ich am Morgen nochmal einschlafe).
Da es jetzt schon so spät ist, muss ich auf alle Fälle nun erst mal was für die Doktorarbeit erledigen. Außerdem erwarte ich heute noch den Installateur zwecks Wartung der Gastherme und diverser Kleinigkeiten - ich hoffe mal, dass alles schnell und problemlos läuft. Daher werde ich mich vermutlich erst wieder irgendwann am späten Nachmittag melden.
Bis dahin wünsche ich euch einen schönen 2. Lesetag!

Update um 16:00
So, meine Wohnung ist wieder Handwerker-frei. Die Gastherme ist gewartet (ich find das ja immer gruselig, wenn das ganze Ding auseinandergenommen wird) und laut dem netten Installateur in einem sehr guten Zustand; außerdem tropft endlich der Wasserhahn im Bad nicht mehr. Fein. Ich bin erleichtert, dass das erledigt ist - ich hab nicht gern Handwerker hier. %-) 
Da ich heute schon ganz fleißig an meiner Doktorarbeit gewerkelt habe, hab ich mich gerade auch schon mit etwas Lesen belohnt. Everlasting hat mich aber noch immer nicht so recht gepackt. Ich denke, ich werde das Buch schon noch zu Ende lesen, mache mir aber keine großen Hoffnungen mehr, dass das noch ein Roman nach meinem Geschmack wird. Mir gefällt vor allem der Schreibstil nicht besonders, einiges finde ich nicht sehr logisch, ich habs allgemein nicht so mit Zukunftsszenarien (mit Panem als große Ausnahme) und Finn geht mir irgendwie auf die Nerven.
Nun ja, immerhin kann man den Roman schnell dahinlesen.

Update um 21:45
So, ich hab jetzt mal ein Hörbuch dazwischen geschoben und zwar City of Bones. Ob es allerdings so weise war, damit zu beginnen? Es ist nicht gerade kurz, meine Chancen, bis Montag fertig zu werden, stünden mit "Drachenbrut" sicher besser. Aber da ersteres aus der Bücherei ist, möchte ich dem natürlich den Vorzug geben. Nach den ersten zwei Stunden bin ich übrigens positiv überrascht. Irgendwie dachte ich, City of Bones wäre so Romantasy-Krams, aber stattdessen gehts da gleich mit relativ viel Action zur Sache und es erinnert mich eher an "Buffy" als an "Twilight". Na, umso besser. :-)
Jetzt werde ich mich mal mit Everlasting in die Badewanne verziehen. Wäre ja schön, wenn ich den Roman heute noch beenden könnte. 
 
Update um 0:00
Ich bin jetzt mit Everlasting fertig. Zum Ende hin hat es mir dann besser gefallen - allgemein bin ich ab dem Zeitpunkt, als die Geschichte mehr in der Gegenwart als der Zukunft angesiedelt war, besser reingekommen. Trotzdem bleiben für mich zu viele Logikprobleme, zu viele offenen Fragen, um wirklich zufrieden mit dem Roman zu sein.
Aber immerhin: Ich habe mein 2. Buch beendet! :-)

Aktueller Stand der Dinge:
- In eisige Höhen: 384 Seiten, ausgelesen
- Everlasting: 432 Seiten, ausgelesen
- Wie erobert man einen Duke?: 25 Seiten gelesen
- City of Bones (Hörbuch): 2 Stunden gehört

Montag, 25. März 2013

[7 Days 7 Books] Tag 1



Und so beginnt also die diesmalige "7 Days 7 Books"-Woche. Ich werde dieses Mal vermutlich auch immer am Morgen einen Beitrag schreiben und diesen dann im Laufe des Tages aktualisieren.

Der Tag heute hat bereits mit Lesen beim Frühstück begonnen - allerdings waren es noch die letzten Seiten von "I Capture the Castle", mit dem ich gestern nicht mehr fertig geworden bin. Am Vormittag steht nun ebenfalls lesen auf dem Programm - aber auch das zählt nicht wirklich, da es sich um Literatur für meine Doktorarbeit handelt. Mal sehen, wann ich dann also dazu komme, tatsächlich etwas für die Aktion zu lesen. ;-)
Ich weiß auch noch gar nicht, womit ich beginnen werde. Derzeit fühle ich mich noch etwas erschlagen von all der Buchauswahl. Vielleicht werde ich in ein paar mal ein wenig reinblättern und schauen, welches mich "anspringt".
Ich habe jetzt auch noch flugs die kleine Grafik oben erstellt, die mich durch die Wochentage begleiten soll. Ich weiß, nicht sehr liebevoll gestaltet (dafür hatte ich nicht wirklich Zeit) und farblich auch nicht sehr zu meinem Blog passend. Allerdings plane ich, mein Layout demnächst zu ändern und deshalb ... Ob ich aber wirklich gerade in der "7 Days 7 Books"-Woche dazukommen werde, an meinem Layout rumzuwerkeln? Das wird sich zeigen ...

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!

Update um 15:20
Hm, ich eiere heute irgendwie blöd um meine Bücher rum. Tatsächlich habe ich ja schon ein Buch heute gelesen (nämlich die Laxdœla saga), das aber als Lektüre für die Doktorarbeit nicht zählt. Das war übrigens die letzte der Isländersagas (wenn auch noch andere Sagas fehlen).
Nun ja, auf alle Fälle wollte ich mich dann mit einem gemütlichen Lesestündchen belohnen, aber ich bin noch nicht so recht bei einem Buch "angekommen". Zunächst habe ich mit Everlasting begonnen.  Nach etwa 60 Seiten bin ich immer noch unschlüssig, ob ich überhaupt weiterlesen soll, da mich der Roman nicht gerade begeistert. Also habe ich ihn mal zur Seite gelegt und Wie erobert man einen Duke? angefangen. Aber obwohl ich mich darauf so gefreut habe, begeistert mich der Einstieg nicht so sehr. Die Bezeichnung von Julia Quinn als "moderne Jane Austen" begründet sich wohl nur durch die Liebesgeschichte in der Regency-Zeit. Meine Erwartungen waren also wohl etwas zu hoch.
Möglicherweise ist mein Problem aber auch nur, dass ich gerade erst in der Früh "I Capture the Castle" beendet habe und mir jetzt mit so locker-flockig-leichter, oberflächlicher Lektüre keinen Gefallen tue. Aber eigentlich lacht mich auch von meinen anderen Büchern (die ich letzte Woche noch alle so toll fand, dass ich gleich loslegen wollte) gerade keins so richtig an. Na super. %-)

Update um 17:30
So, mein Ausweg aus der "Krise" war, nicht mit Belletristik zu beginnen, sondern mit einem Erfahrungsbericht: In eisige Höhen von Jon Krakauer über das Unglück am Mount Everest 1996 hat mich auch gleich in seinen Bann gezogen und wartet darauf, weitergelesen zu werden.
War ja irgendwie klar, dass ich meine schöne Liste gleich am ersten Tag über den Haufen werfe ... ;-)


Update um 23:00
Ich habe das Buch nun ausgelesen und weiß noch nicht, ob ich heute noch etwas lesen werde. In eisige Höhen war nicht nur sehr fesselnd und mitreißend, sondern auch sehr aufwühlend. Ich glaube, ich muss das alles jetzt erst mal ein wenig in mir nachklingen lassen.
Somit habe ich heute also einiges gelesen, was nicht für "7 Days 7 Books" zählt (das Ende von "I Capture the Castle" und die "Laxdœla saga"), daneben aber auch einiges für die Aktion geschafft:

- In eisige Höhen: 384 Seiten, ausgelesen
- Everlasting: 81 Seiten gelesen
- Wie erobert man einen Duke?: 25 Seiten gelesen

Nach gewissen Startschwierigkeiten war dieser erste Tag also doch noch ein erfolgreicher Lesetag - und obwohl ich meine eigentlichen Lesepläne über den Haufen geworfen habe, war meine letztendliche Buchwahl doch goldrichtig, da ich es wohl ohnehin nicht geschafft hätte, Jon Krakauers Buch nochmal aus der Hand zu legen.

Und jetzt werde ich noch eine kleine Runde durch die Blogs drehen, die ich heute noch nicht besucht habe.

Samstag, 23. März 2013

[7 Days 7 Books] Buchauswahl

Nächste Woche geht es auf in die nächste Runde "7 Days 7 Books", die dieses Mal eigentlich "8 Days 7 Books" heißen müsste, da Melanie und Mandy beschlossen haben, die Aktion noch um den Ostermontag zu verlängern. Da an dem Tag keine Familienfeiern mehr angesagt sind und ich nur bis um 15:00 Dienst habe, könnte ich auch tatsächlich noch einiges schaffen und vielleicht die zu erwartende Leseflaute vom Osterwochenende aufholen.

Ich habe mir nun einmal die Bücher zusammengesucht, die ich in der nächsten Woche lesen möchte und dabei folgende Auswahl getroffen:


Fünf von Ursula Poznanski und Everlasting von Holly-Jane Rahlens habe ich ja vor ein paar Tagen extra noch aus der Bücherei geholt, ebenso wie das Hörbuch City of Bones von Cassandra Clare.
Wie erobert man einen Duke? von Julia Quinn hat mir Lyne geliehen, und ich habe mir den Roman extra für die nächste Woche aufgehoben, obwohl ich am liebsten gleich damit losgelegt hätte.
The Scorpio Races von Maggie Stiefvater war mein Geschenk vom alljährlichen Tintenzirkel-Weihnachtswichteln und ich bin schon sehr gespannt darauf, da es nach einem recht ungewöhnlichen Buch klingt.
Die großen Vier von Agatha Christie ist das kürzeste Buch dieser Auswahl und sollte sich ganz gut noch dazwischenschieben lassen.
Und zuletzt werde ich noch schauen, welches ebook ich nächste Woche in der Onleihe ergattere, daher liegt natürlich auch mein Reader bereit.

Joker in der Hinterhand wären dann noch Asche und Phönix von Kai Meyer, Die Schatten Hölderlins von Jürgen Kaizik oder vielleicht In eisige Höhen von Jon Krakauer.

Jetzt muss ich nur noch mit meinen derzeitigen Büchern fertig werden - was schwierig sein könnte, da ich morgen den ganzen Tag Dienst habe. Ob ich "Die Löwen von Al-Rassan" und "I Capture the Castle" dann sozusagen außer Konkurrenz noch in der nächsten Woche zu Ende lese oder in den nächsten Tagen zur Seite lege, wird sich also noch zeigen.

Dann also auf in eine lesereiche Woche! Ich wünsche euch und mir viel Freude mit unseren Büchern!

Jane Austen - Überredung


Genre: Liebesroman, Klassiker
Seiten: 320
Verlag: Anaconda
ISBN: 978-3866475540
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen

"Bücher, die man gelesen haben muss"-Challenge


Als junge Frau verliebt Anne Elliot sich in Frederick Wentworth, lehnt aber auf Anraten ihrer mütterlichen Freundin Lady Russell seinen Antrag ab. Acht Jahre später trifft sie ihn wieder: Während Captain Wentworth es zu Geld und Ansehen gebracht hat, mussten die Elliots aus Geldgründen ihr Herrenhaus vermieten und Anne hat nun mit Ende 20 ihre jugendliche Schönheit verloren. Sie muss sich schnell eingestehen, dass sie ihren einstigen Verehrer noch immer liebt, aber er scheint ihr die damalige Abfuhr nicht verziehen zu haben.

Ich habe "Überredung" vor Jahren bereits einmal gelesen, aber der Roman konnte mich nicht so begeistern wie andere Bücher von Jane Austen. Nun wollte ich ihm noch einmal eine Chance geben und musste feststellen, dass es mir beim Lesen wieder so ging wie damals.
Dabei hat der Roman recht interessante Ansätze zu bieten, mit einer Hauptperson, die die Blüte ihrer Jugend schon hinter sich hat und nicht als große Schönheit umschwärmt wird. Aber das Problem ist, dass ich mich mit Anne Elliot einfach nicht so recht anfreunden kann. Anders als meine Austen-"Lieblinge", die recht offensichtliche Fehler und Schwächen haben, ist Anne nahezu ein Engel: herzensgut, geduldig, hilfsbereit, verständnisvoll, bescheiden, vernünftig, ... Ankreiden kann man ihr höchstens, dass sie sich damals von Lady Russell allzu leicht überreden ließ, aber auch das wird zum Ende des Romans hin relativiert und als keine wirkliche Fehlentscheidung dargestellt.
Kurz und gut: Anne wird so positiv dargestellt, dass ich sie schlichtweg langweilig fand.

Wie um ein Gegengewicht zu bieten, sind die restlichen Familienmitglieder keineswegs mit allzu vielen positiven Eigenschaften gesegnet. Die ältere Schwester oberflächlich, der Vater eitel und selbstgefällig, die jüngere Schwester egozentrisch und weinerlich und alle ohne jegliche Menschenkenntnis. Niemand von ihnen hat auch nur das geringste ehrliche Interesse an Anne - sie, dieses Goldstück der Familie, wirkt wie ein unliebsames Anhängsel.
Nun ist Jane Austen ja durchaus für ihre bissigen Charakterisierungen bekannt, aber in "Überredung" geht es ein wenig darüber hinaus. Sonst haben die Figuren, die bei ihr nicht so gut wegkommen, meist doch immer noch ein paar positive Eigenschaften oder aber es macht wenigstens Spaß, sie zu hassen (ich sag nur: Mr. Collins). Aber Sir Walter Elliot und Elisabeth sind durch und durch unsympathisch und Mary so nervtötend, dass man es kaum erträgt über sie zu lesen.

Abseits der Elliots finden sich aber erfreulicherweise doch vielschichtigere Figuren, so etwa Wentworths Freunde, die Crofts, sowie die Familie von Marys Ehemann. Auch Lady Russell, die man anfangs wegen ihres schlechten Einflusses auf Anne mit Vorbehalten betrachtet, entpuppt sich als recht sympathische und vernünftige Person.

Die wiederaufkeimende Liebe zwischen Anne und Wentworth ist schließlich wirklich herzerwärmend beschrieben und auch gut nachvollziehbar (wobei es für mich ja schon der größte Liebesbeweis ist, dass Anne sich in den acht Jahren nicht dem erstbesten Mann an den Hals geworfen hat, nur um dieser schrecklichen Familie zu entkommen). Außerdem liest sich "Überredung" wie alle Austen-Romane sehr flüssig und ohne großartige Längen, selbst wenn stellenweise nicht unbedingt viel geschieht.

Alles in allem ist "Überredung" ein schön geschriebener Roman, der einmal eine etwas andere Liebesgeschichte zu bieten hat, dessen Heldin aber meiner Meinung nach allzu einseitig gut gezeichnet ist - und ihre Familie im Gegenzug allzu einseitig "schlecht".
Ich brauche einfach so fehlerbehaftete und doch liebenswerte Heldinnen wie Lizzie Bennet, Emma Woodhouse oder Catherine Morland, die ein Potenzial zu einer wirklichen Weiterentwicklung haben (auch das fehlt Anne Elliot).
Letztendlich war das also eine kurzweilige Lektüre, aber keine, die mich tatsächlich begeistert hat.
Warum es der Roman (neben "Stolz und Vorurteil" sowie "Emma") auf die BBC-Liste geschafft hat, ist mir eher ein Rätsel. Anscheinend können andere Leser mehr mit der duldsamen Anne Elliot anfangen als ich.

Donnerstag, 21. März 2013

Bücherzuwachs und ein Blind Date

Da ich heute in der Gegend ein paar Dinge zu erledigen hatte, war ich nach langem endlich mal wieder in meiner Lieblingszweigstelle der Städtischen Büchereien. Und da hab ich mich dann ein wenig eingedeckt ...


Fünf von Ursula Poznanski sowie Asche und Phönix von Kai Meyer waren ohnehin schon länger auf meiner Leseliste, daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich beide Bücher ergattern konnte.
Everlasting von Holly-Jane Rahlens hätte ich vermutlich niemals in die Hand genommen (die Beschreibung und das zuckerlrosa Cover sprechen mich nicht auf Anhieb an), wenn Caroline dazu nicht die wundervolle Anekdote ihres Zugnachbarn und der Autorin erzählt hätte (siehe hier und hier). Nun hoffe ich, dass mir der Roman ebenso gut gefällt wie Caroline.
Ein Spontangriff war schließlich ein Dreierpack mit mp3-CDs, der die englischen ungekürzten Hörbücher der ersten drei Mortal Instruments-Bände enthält. Ich hatte nie wirklich vor, diese Bücher zu lesen, da ich von dem ganzen Romantasy-Zeugs ziemlich die Nase voll habe und mir Jace dank der Kurzbeschreibung auf dem deutschen Klappentext ("Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace." also ehrlich: brrrr!) schon im Vorfeld unsympathisch ist. Aber bei ausgeliehenen Büchern hat man ja nichts verloren und außerdem sind englische Hörbücher immer eine gute Übung. Noch dazu bin ich auf die Verfilmung ja durchaus neugierig (weil: Jonathan Rhys Meyers ;-)).

Ja, als ich nun gut eingedeckt mit diesem Stapel vom Entlehnautomaten zur Garderobe marschiert bin, blieb beim Informationsschalter mein Blick an dem Schild Blind date with a book hängen. Darunter waren einige in Zeitungspapier eingeschlagene Bücher aufgestellt. Ich meinte mich zu erinnern, dass mir zu so einer Aktion mal auf einem Blog etwas untergekommen ist - aber da ging es um eine Buchhandlung.
Also habe ich die Bibliothekarin gefragt, was es damit auf sich hat und die schien auch recht erfreut, dass sich mal jemand dafür interessiert. Im Grunde ist das ganze eh selbst erklärend: Die Bibliothekare haben einige Bücher ausgewählt und in Zeitungspapier eingepackt und da leiht man sich dann eines aus ohne zu wissen, was einen erwartet.
Ich bin sonst ja sehr wählerisch, lese alle möglichen Rezensionen und informiere mich ausgiebig, ehe ich ein Buch auf meine Liste setze. Aber die Aktion finde ich so nett, dass ich mich natürlich auf ein Blind Date mit einem Buch einlassen wollte.
Nachdem ich ein Buch ausgewählt hatte (Zitat der Bibliothekarin: "Wir hätten einen Skispringer, einen Autounfall oder den alten Papst ... das sagt aber nichts über den Inhalt aus."), habe ich meine Neugierde während der Heimfahrt noch im Zaum gehalten, damit ich für den Blog das Buch auch noch verpackt fotografieren konnte. ;-)
Entpuppt hat es sich als eine Kurzgeschichtensammlung von Zsuzsa Bánk. Ich habe noch nie etwas von der Autorin gehört und lese auch selten Kurzgeschichten, aber so gesehen hat die Aktion ja ihren Zweck erfüllt: Ich bin auf ein Buch gestoßen, das ich sonst wohl nie zur Hand genommen hätte. Mal sehen, ob es mir gefällt.


Nun bin ich also mehr als gut eingedeckt für die kommende Lesewoche - mal sehen, welche Bücher ich dann tatsächlich lesen werde (ich werde am Wochenende noch eine Vorauswahl posten).

Sonntag, 17. März 2013

Sonntagsgeplauder #52

Lesegeplauder
Derzeit bin ich in erster Linie mit Rereads beschäftigt - zuerst kam "Überredung" von Jane Austen an die Reihe, nun "Die Löwen von Al-Rassan" von Guy Gavriel Kay. Außerdem bin ich immer noch mit "Die Schatzinsel" als Hörbuch beschäftigt, da es sich enorm zieht.
Was meine Sagas betrifft, so fehlt mir jetzt nur noch ein kleiner Rest, da ich in den letzten Tagen nicht wirklich etwas geschafft habe. Wobei mir ja dann immer noch die Königs- und Rittersagas fehlen, aber da muss ich erst einmal schauen, wie weit die für meine Zwecke sinnvoll sind.
Ansonsten war ich dieses Wochenende in erster Linie mit Kistenschleppen und Möbelzerlegen beschäftigt, da meine Mitbewohnerin ausgezogen ist. Und im Anschluss habe ich dann mein (riesiges) Bett in ihr Zimmer gestellt, was zu einem neuerlichen Möbelauf-/abbau geführt hat.

SuB-Geplauder
Ja, auf meinem SuB hat sich mal wieder ein bisschen was getan, vor allem bei den Hörbüchern, aber dazu muss ich etwas weiter ausholen: Da unser Internet- und Fernsehvertrag auf den Namen meiner Mitbewohnerin lief und ich ohnehin in meinem Zimmer keinen Fernsehanschluss habe, haben wir wegen ihres Auszugs den Vertrag gekündigt. Ab Anfang April schaue ich also mal, wie weit ich mit mobilem Internet mit 9 GB im Monat klarkomme. Da mir bis Ende März noch unbegrenztes Datenvolumen zur Verfügung steht, dachte ich, dass ich mich vielleicht noch mit ein wenig Hörbuch-Vorrat eindecken sollte und habe gestern die reinste Download-Orgie gestartet.
"Die geheimnisvolle Insel" von Jules Verne habe ich mir schon vor längerem bei Audible geschnappt, da es das (ungekürzte) Hörbuch damals gratis gab. Allerdings hatte ich es bis jetzt nicht auf meinen Computer geladen, was ich gestern getan habe.
Ebenfalls gratis gibt es derzeit "Drachenbrut" von Naomi Novik, den 1. Band ihrer Temeraire-Reihe (leider gekürzt, aber einem geschenkten Gaul ...) und "SPQR" von John Maddox Roberts. Den habe ich - wie alle Decius-Krimis - schon mal gelesen, aber vielleicht hab ich ja Lust, auch mal das Hörbuch zu hören.
Außerdem habe ich noch ein Guthaben bei Audible übrig, das ich auch im März noch einlösen werde, sobald ich mich für ein Hörbuch entschieden habe. ;-)

Und weil ich gestern sozusagen schon so "in Fahrt" war, habe ich auch gleich noch einen Kobo-Gutschein eingelöst, den ich schon seit Weihnachten habe, und mir "I Capture the Castle" von Dodie Smith als ebook ausgesucht.
Außerdem hat mir Lyne den ersten Band der Bridgerton-Reihe geliehen und ich werde morgen vielleicht noch rasch in die Bücherei schauen - also steigt mein SuB sozusagen gerade in astronomische Höhen, aber ich brauche ja ein wenig Auswahl für "7 Days 7 Books".

Suchbegriffe
Ja, tatsächlich, nach langer Ebbe (mein Blog scheint nur noch eine Anlaufstelle für die Suche nach "A Song of Ice and Fire"-Übersetzungen zu sein) gibt es mal wieder ein paar lustige Suchbegriffe:

haare zeichnen mann
männer haare zeichnen
Im Abstand von etwa einer Woche. Wo, zum Geier, habe ich denn auf meinem Blog jemals davon gesprochen, wie man die Haare eines Mannes zeichnet - bzw. von Haaren überhaupt?

eragons rute im 1. band karte
Okay, irgendwann wurde mir klar, dass das wohl "Route" heißen soll. Was mir allerdings vorher bei Eragons Rute durch den Kopf schoss ... o Gott, ich bin so verdorben!

hilfe muss buddenbrooks lesen
Helfen kann ich dir da zwar nicht, aber glaub mir, so schlimm sind die nicht!

Und sonst so?
Ich habe nun die Verfilmung von "Swallows und Amazons" und finde sie ganz grandios. Ich habe zwar einigen Szenen nachgeweint, die es nicht in den Film geschafft haben, aber insgesamt wurde der Geist des Romans ganz wunderbar eingefangen, und die Darsteller machen ihre Sache sehr gut, ganz besonders die von Titty. Diese Figur fand ich ja schon im Roman hinreißend, aber im Film übertrifft sie das noch einmal, was vor allem an der tollen Leistung von Sophie Neville liegt.

Es tut mir übrigens leid, dass ihr euch derzeit fürs Kommentieren mit dem blöden Captcha-Code quälen müsst. In letzter Zeit haben die Spam-Kommentare so überhand genommen, dass mir das als momentan einziger Ausweg blieb. Ansonsten fiele mir nur ein, alle Kommentare zu moderieren, aber das will mir noch weniger zusagen.
Oder wäre euch das lieber? Ich selbst mag es nämlich gar nicht, wenn ich meinen Kommentar nicht gleich angezeigt bekomme, aber vielleicht stört das ja sonst niemanden.
Oder fällt euch sonst noch eine Alternative ein?

Freitag, 15. März 2013

Catherine Hall - Days of Grace



Genre: Belletristik
Seiten: 305
Verlag: Portobello Books
ASIN: B006O7HYIO
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen



Als der 2. Weltkrieg ausbricht, wird die zwölfjährige Nora mit anderen Kindern von London weg ins ländliche Kent gebracht. Sie landet bei der Familie River, deren gleichaltrige Tochter Grace sich sofort mit Nora anfreundet. Die beiden wachsen wie Schwestern auf, doch Nora muss feststellen, dass ihre Gefühle zu Grace über geschwisterliche Zuneigung hinausgehen. Als schließlich auch noch die vermeintliche familiäre Idylle der Rivers zu bröckeln beginnt, trifft Nora eine Entscheidung, die folgenschwere Ereignisse mit sich zieht.

"Days of Grace" war ein Zufallsfund im Zuge des Kindle-Deal des Tages und zwar einer, der sich wirklich gelohnt hat. Der Roman wechselt zwischen zwei Zeitebenen - ein vielleicht sehr häufig strapazierter Erzählkniff, den ich aber immer wieder mag. Sowohl die Gegenwart mit Nora als alter Frau als auch die Vergangenheit, die von ihrer Jugend erzählt, haben mich gefesselt und emotional berührt.
Die Freundschaft zwischen den beiden Mädchen und ihr gemeinsames Aufwachsen wird wunderbar geschildert, Noras Zwiespalt der Gefühle sehr einfühlsam beschrieben. Beide Figuren sind sympathisch und interessant charakterisiert, wobei man an Nora - bedingt durch die Ich-Perspektive - ein wenig näher herankommt. Umso erschreckender sind ihre manchmal aufflammende Wut und ihre finsteren Gedanken, auch wenn man diese stets nachvollziehen kann.
Grace wirkt ein bisschen blasser und auf gewisse Weise auch konventioneller, da sie den häufigen Typus der bewunderten, schillernden Freundin darstellt.

Insgesamt ist die Stimmung von "Days of Grace" ernst und oft traurig, trotz einer gewissen Leichtigkeit, die vor allem in den Schilderungen der Kindheit der Mädchen mitschwingt. Bei manchen Szenen hatte ich wirklich einen Kloß im Hals, obwohl der Roman insgesamt doch einen versöhnlichen, optimistischen Grundton beibehält.

Es gibt eigentlich nichts, was mich konkret an dem Roman gestört hätte, aber letztendlich hat mir das "gewisse Etwas" für die Höchstwertung gefehlt. Ich kann leider nicht genau in Worte fassen, was ich an dem Roman für den Sprung von "lesenswertes Buch" hin zu "unbedingt lesen!" vermisst habe.
Ich habe "Days of Grace" sehr gern und auch flott gelesen und die Lektüre hat sich definitiv gelohnt - ein absolutes Highlight war es aber dennoch nicht.

Mittwoch, 13. März 2013

Julie Peters - Am Fuß des träumenden Berges


Genre: Belletristik
Seiten: 464
Verlag: Wunderlich
ISBN: 978-3805250504
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen




Anfang des 20. Jahrhunderts bricht die junge Engländerin Audrey nach Kenia auf, um dort Matthew Winston, den Besitzer einer Teeplantage, zu heiraten. Sie hofft, mit dieser Heirat ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Und tatsächlich scheint sie nicht nur in Matthew ihre große Liebe, sondern auch in Kenia eine neue geliebte Heimat gefunden zu haben. Bis der Ausbruch des 1. Weltkrieges ihre Welt erneut ordentlich ins Wanken bringt.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Roman, den ich eigentlich eher aus "Pflichtbewusstsein" begonnen habe, mich aus meiner derzeitigen kleinen Lesekrise herausheben würde? Denn nach einem Einstieg, der mich ob der ständigen nebulösen Andeutungen vergangener Ereignisse nur wenig überzeugen konnte, fiel es mir dann doch nicht schwer, mich in den Roman einzufinden. Bald war sogar der Punkt erreicht, an dem ich ihn kaum noch aus der Hand legen konnte.
Dabei ist der Roman nun nicht unbedingt spannungsgeladen, aber die Figuren und vor allem der Schauplatz Kenia zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben mich schnell gefesselt.

"Am Fuß des träumenden Berges" ist im Grunde keine Liebesgeschichte , sondern die Entwicklungsgeschichte einer jungen Frau, die in der Fremde zu sich selbst findet und auch eine Reihe von Schicksalsschlägen unter anderem deshalb übersteht, weil sie in der Plantage mit all den Menschen gewissermaßen einen Anker gefunden hat.
Das alles hat mir sehr gut gefallen - Audreys Leben auf der Plantage, ihre innere Entwicklung und die Begegnung mit sehr liebenswerten Nebenfiguren.
Auch mit Matthew hat Julie Peters eine interessante Figur mit Stärken und Schwächen geschaffen, auch wenn ich manche Handlungen von ihm zum Ende hin nicht ganz nachvollziehbar fand.

Die schon erwähnten nebulösen Andeutungen früherer Geheimnisse haben mich hingegen ein wenig genervt. Für mich hatte das etwas von künstlicher Geheimhaltung vor den Lesern, da man ja die meiste Zeit in Audreys Kopf steckt und es also so wirkt als würde sie ständig sorgfältig ihre Gedanken filtern, damit man nur ja als Leser nicht zu früh das eine große, dunkle Geheimnis erfährt.
Da der Roman in der Handlung und seinem Tempo zu überzeugen weiß, wäre es auch gar nicht notwendig, die Leser mit so etwas bei der Stange zu halten.

Außerdem bin ich über ein paar seltsame Fehler gestolpert, die auf mich den Eindruck entweder eines schlampigen Lektorats oder einer Überlagerung von verschiedenen Fassungen machten. So wird zu Beginn mit der Dienerin Mary eine Nebenfigur recht spektakulär eingeführt - aber dann verschwindet sie erst einmal völlig im Nichts. Sie wird überhaupt nicht mehr erwähnt, ich habe mich sogar gefragt, ob Audrey sie tatsächlich als Dienerin auf die Plantage mitgenommen hat und weshalb sie eingeführt wurde. Aber dann taucht sie auf einmal als Figur wieder auf als wäre sie die ganze Zeit hier gewesen, und von da an wird sie auch ständig erwähnt.
Das andere waren eher so etwas wie Anschlussfehler, der eine auf Seite 182:
Sie hatte das Gefühl, sie müsse nicht drei Zimmer durchqueren bis zu ihrem Bett, sondern den Mount Kenya besteigen.
Sie saß auf der Bettkante und (...)
Beim Lesen hatte ich da einfach das Gefühl als fehle ein kleiner Übergang.
Und ein waschechter Anschlussfehler findet sich auf den Seiten 213/214. Die eine Seite endet mit dem Satz Sie fuhr herum und floh, aber auf der nächsten Seite steht Audrey immer noch wie angewurzelt und kann sich nicht rühren.

Dem insgesamten Lesevergnügen hat das natürlich keinen Abbruch getan, aber es waren doch Dinge, über die ich gestolpert bin und die ich nicht ganz unerwähnt lassen wollte.
Ansonsten war der Roman aber wirklich schön zu lesen und für mich insgesamt auch runder als seine Vorgänger, die ein wenig unter einer zu groß abzudeckenden Zeitspanne gelitten haben. Die zweite Hälfte hat mich einiges an Schlaf gekostet, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Daher auch 4 Sternchen trotz mancher Kritikpunkte.

Montag, 11. März 2013

[Ankündigung] 7 Days 7 Books

Die tolle Aktion von Melanie und Mandy, bei der es darum geht, 7 Bücher in 7 Tagen zu lesen, geht auf in die nächste Runde und zwar vom 25. bis 31. März.


Vom Datum her passt mir das eher so mittelprächtig, da in dem Fall das Osterwochenende mit eingeschlossen ist. Und Ostern bedeutet: Familie, wenig Lesezeit und außerdem die Notwendigkeit, bei meiner Dissertation unter der Woche "vorzuarbeiten", weil ich dann ja am Wochenende bei meiner Familie zu nichts kommen werde.
Obwohl ich also in der Woche wenig Dienste habe, zweifle ich ein wenig daran, dass ich allzu viel schaffen werde. Aber trotzdem werde ich wieder mit dabei sein!

Für alle, die noch nicht wissen, was da auf einen zukommt, hab ich nochmal die Regeln rüberkopiert:

* Das Hauptziel der Aktion ist es natürlich die angestrebten sieben Bücher zu lesen. Das ist gar nicht mal so einfach und das wissen wir auch, also schließt jede/r, der 4 Bücher liest die Aktion erfolgreich ab und hat damit die Chance in den Lostopf zu kommen. 

* Als Gelesen gelten hierbei in erster Linie gedruckte Bücher. Weiterhin werden maximal 2 eBooks und 2 Hörbücher für die Aktion gewertet.

* Nicht mitgezählt werden an dieser Stelle Kurzgeschichten, Manga oder Novellas. (Das wäre ja fast schon Mogelei, nicht? *g*)

* Toll wären regelmäßige Updates, wo ihr dann über eure Lektüre und euren Lesefortschritt berichtet. Nicht nur das Lesen in dieser Woche selbst ist toll, in der Vergangenheit sind auch tolle Gespräche aus diesen Updates entstanden und am Ende der Woche ist auch so manche Wunschliste gewachsen. Ebenso wäre es toll, wenn ihr nach dem Ende ein persönliches Fazit schreiben würdet. Beim letzten Mal hat das eh schon jeder gemacht, aber für alle, die neu einsteigen sei es an dieser Stelle einfach mal erwähnt ;)

Ich habe schon mal ein wenig überlegt, was ich denn in der Woche lesen könnte, aber da mein SuB derzeit recht klein ist, werde ich vielleicht vorher einfach mal schauen, was ich so in der Bücherei auftreibe oder noch spontan bei einem ebook zuschlagen. Trotzdem mal ein paar Bücher, die ich dafür ins Auge gefasst habe:

- Agatha Christie, Die großen Vier (SuB)
- Maggie Stiefvater, The Scorpie Races (SuB)
- David Mitchell, Der Wolkenatlas (Bücherei)
- Ursula Poznanski, Fünf (Bücherei)
- Dorothy Sayers, Starkes Gift (Bücherei)
- Julia Quinn, The Duke and I (auf meiner ebook-Wunschliste)
- Dodie Smith, I Capture the Castle (auf meiner ebook-Wunschliste)

Soweit also mal meine Vorab-Buchüberlegungen. Schaun wir mal, welches Buch davon ich tatsächlich in der Woche lese. ;-)

Samstag, 9. März 2013

Wo bleibt der nächste Knüller?

Derzeit habe ich mal wieder ein bisschen ein Lesetief - nicht in dem Sinne, dass ich keine Lust zum Lesen hätte, aber irgendwie fehlt mir nun schon seit einer Weile ein Buch, das mich wirklich begeistert. 
Swallows and Amazons war großartig, aber das wars auch schon mit den Büchern, die mich dieses Jahr bisher vom Hocker gerissen haben. Okay, wir haben erst März - schlimmer wäre es, wenn ich das im Dezember schreiben würde. ;-) Und wirklich schlechte Bücher hatte ich 2013 eigentlich auch noch nicht, aber dieses ständige Mittelmaß ist auch nicht so toll. Da kann sogar ein mieses Buch, über das man sich aus tiefstem Herzen aufregen (und einen ordentlichen Verriss schreiben) kann, sogar eine Abwechslung sein.
Stattdessen war alles so "lala" (vielleicht noch mit Ausnahme von Lucian, das mich ja aber leider auch nicht ganz überzeugen konnte).

Und mit der aktuellen Lektüre ist es nicht anders. "Die Schatzinsel" ist okay, aber mitreißend finde ich sie nicht unbedingt. Da hat mich die Umsetzung als Theaterstück deutlich mehr überzeugt. "Am Fuß des träumenden Berges" ist eigentlich schön zu lesen, aber irgendwie fühlt es sich ein wenig nach Pflicht an. Sollte man sich von einem unangeforderten Rezensionsexemplar so unter Druck setzen lassen? Ich weiß schon, warum ich nie nach welchen frage.

Vielleicht ist das so ein Punkt, an dem ich mal wieder auf ein altbekanntes und geliebtes Buch zurückgreifen sollte. Da ich "Die Löwen von Al-Rassan" nach meinem letzten Besuch bei meiner Familie nun nach Wien mitgenommen habe, damit Birthe dann im April bei mir die volle Kay-Auswahl hat, wäre das vielleicht ein guter Reread-Kandidat. Oder ich schnapp mir mal wieder einen Jane Austen-Roman. Damit kann ja eigentlich nichts schiefgehen. ;-)

Wenn sich auf alle Fälle die Mittelmaß-Bücher dermaßen häufen, beginne ich mich immer zu fragen, ob das an der Buchauswahl liegt oder doch an mir. Bin ich in einer Phase, in der mir nichts so recht passen will? Solche Phasen habe ich beim Lesen durchaus ab und zu mal.
Kennt ihr das auch? Und sind das wirklich von der eigenen Lesestimmung abhängige Phasen oder letztendlich doch nur ein unglückliches Zusammentreffen von Büchern, die einem alle nicht lange im Gedächtnis bleiben? Was meint ihr?

Donnerstag, 7. März 2013

Sir Gawain und der Grüne Ritter



Genre: mittelalterliche Ritterromanze, Artusepik
Seiten: 167
Verlag: Klett-Cotta
ISBN: 978-3608932638
Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternchen



In diesem mittelenglischen Text von etwa 1400 sprengt ein seltsamer grüner Ritter die unbeschwerte Festgesellschaft König Artus'. Er fordert die versammelten Ritter heraus: Einer von ihnen dürfe ihm einen Schlag versetzen und müsse ein Jahr später zur Grünen Kapelle reiten, um dort einen ebensolchen Schlag zu empfangen. Sir Gawain nimmt die Herausforderung an und schlägt dem grünen Ritter den Kopf ab, den dieser daraufhin unter den Arm nimmt und von dannen zieht.
Ein Jahr später muss also nun Gawain aufbrechen und sich dem Schlag des Ritters stellen. Doch auf dem Weg zur Grünen Kapelle kommt er zu einem Schloss, wo er einige Tage verbringt - und dabei in Versuchung geführt wird.

Das wird nun eine etwas andere Rezension, da ich nicht umhin konnte, "Sir Gawain und der Grüne Ritter" mit all den isländischen Sagas zu vergleichen, die ich gerade lese. Diese sind zwar etwas früher niedergeschrieben worden, aber es handelt sich doch in beiden Fällen um mittelalterliche Literatur von unbekannten Verfassern, die vornehmlich von Kämpfen und Abenteuern erzählt.
"Sir Gawain und der grüne Ritter" ist in der vorliegenden Prosaübersetzung sehr flüssig zu lesen - und deutlich leichter zugänglich als die meisten Sagas. Statt einem umfangreichen Personal samt Verwandtschaft werden hier lediglich die wichtigsten Figuren eingeführt. Dafür wird deren Aussehen und vor allem auch deren Kleidung sehr viel Raum gewidmet, während so etwas in den Sagas in der Regel kaum Erwähnung findet.

Sehr unterschiedlich ist auch die Lebenswelt der Figuren, die hier präsentiert wird: Der höfischen Gesellschaft von Artus mit Rittern, die offensichtlich die meiste Zeit mit Festen, Turnieren und der einen oder anderen Abenteuerfahrt beschäftigt sind, steht die sehr bodenständige, skandinavische Gesellschaft von angesehenen Bauern gegenüber, die Arbeit auf ihrem Hof zu verrichten haben und Gerichtsfälle auf dem Thing lösen müssen. Letztere wirkt - trotz recht fremder Wertesysteme - greifbarer und lebensnaher als die erhöhte Gesellschaft rund um König Artus.
Und schließlich sind auch viele Sagahelden deutlich ambivalenter gezeichnet, mit Fehlern und Schwächen und oft auch einem hässlichen Aussehen (das keineswegs auf einen schlechten Charakter hindeutet). Gawain hingegen ist schön, edel und tugendhaft in jeder Hinsicht. Gerade diese Tugend wird stark auf die Probe gestellt. Man bekommt schon beinahe Mitleid mit ihm, wenn er kaum noch weiß, wie er sich der Avancen der Hausherrin erwehren soll - und dennoch versucht, standhaft zu bleiben.
Dass ihn eine kleine Verfehlung schließlich in arge Zweifel stürzt und zu einer wahren Flut von Selbstvorwürfen führt, ist aus heutiger Sicht etwas schwer zu verstehen, aber man kann sich als moderner Leser damit trösten, dass es auch die anderen Ritter nicht so recht nachvollziehen können.

Insgesamt ist "Sir Gawain und der Grüne Ritter" eine schöne Erzählung, die sich flott lesen lässt und auch ein paar interessante Konflikte aufwirft. Rein stilistisch geht natürlich in einer Prosaübersetzung viel verloren, aber ich bin nun einmal nicht imstande, mittelenglische Stabreimdichtung flüssig zu lesen. ;-)
Durch die derzeit intensive Beschäftigung mit isländischen Sagas gingen mir die Vergleiche beim Lesen ganz von selbst durch den Kopf. Deutlicher leichter zugänglich ist auf alle Fälle "Sir Gawain und der Grüne Ritter", auf eine gewisse Weise kraftvoller finde ich aber die Sagas.

Sonntag, 3. März 2013

Sonntagsgeplauder #51

Lesegeplauder
Allmählich sehe ich bei den Sagas ein Licht am Ende des Tunnels. In den letzten Tagen habe ich nicht viel geschafft, da ich so mit Diensten eingedeckt war, aber der Berg, der sich vor mir auftürmt, ist nun doch schon deutlich geschrumpft. Dementsprechend wird auch meine nette Liste immer grüner (sowas spornt mich ja immer enorm an). Da ich in den nächsten zwei Tagen mal wieder eine Weile im Zug sitzen werde, könnte ich da auch einigermaßen etwas weiterbekommen.
Neben den Sagas tut sich lesetechnisch nicht wahnsinnig viel, aber das liegt auch daran, dass sich folgende Überschrift mal wieder lohnt:

Schreibgeplauder
Ich habe mir nun "Bühnenzauber" auf meinen Reader geladen und lese mich taper durch den Roman, markiere alle Stellen, die überarbeitet gehören - und bin etwas erschrocken, wieviele Stellen das sind. Ich hab den Roman ja schon mal inhaltlich überarbeitet, aber da ging es wirklich um die ganz großen Plotlücken, um neue Szenen, um Herumschieben von Szenen usw. Dabei ist doch noch einiges an inhaltlichem Kleinkram auf der Strecke geblieben.
Wenn ich mit dem Durchlesen fertig bin, werde ich mal eine Liste erstellen mit allem, was noch zu ändern ist - und ich befürchte, dass die endlos lang werden wird. Aber wenigstens bin ich jetzt wieder motiviert, an dem Roman zu arbeiten. Meine potentiellen Testleser, die immer schon mal mit dem Zaunpfahl wedeln (ach, was rede ich, das ist schon eher das Schwenken eines ganzen Gatters), sind mir da auch so ein gewisser Antrieb im Hinterkopf. ;-)

SuB-Geplauder
Erstaunlicherweise gibt es bei mir auch mal wieder von Neuzugängen zu berichten. Lustigerweise handelt es sich bei beiden Büchern um unerwartete Sendungen, die mir in den Briefkasten geflattert kamen:
Das eine - "Am Fuß des träumenden Berges" - ist ein unangefordertes Rezensionsexemplar. Wie das? Vor einiger Zeit hat die Autorin, die ich aus dem Tintenzirkel kenne, dafür gesorgt, dass mir "Das Lied der Sonnenfänger" zugesandt wurde und seither schickt mir der Verlag stets ihre neuen Romane. Das ist einerseits erfreulich, andererseits fühle ich mich aber schon wieder unter Druck gesetzt - umso mehr, da mir das sogenannte "Love and Landscape"-Genre nur in sehr kleinen Dosen liegt, also so etwa alle drei Jahre mal. ;-)

Bei dem anderen Roman handelt es sich um ein ganz besonders Schätzchen, da ich Julianes "Die lebenden Träume" in zwei verschiedenen Fassungen betagelesen habe und mich riesig darüber freue, dass dieses wunderbare Kinderbuch sein Plätzchen gefunden hat. Mein Überraschungsexemplar kam mit einer tollen Signatur samt Zeichnung - und auch sonst ist das ein richtiges kleines Schmuckstückchen mit den süßen Kapitelillustrationen.
 


Und noch ein Neuzugang
Zu guter letzt präsentiere ich euch endlich noch ein ganz besonderes neues Schätzchen, das bei mir eingezogen ist. Nach langem Überlegen und Vergleichen und ewiger Unschlüssigkeit habe ich mir nämlich von dem Geld, das meine Taufpatin mir zu Weihnachten geschenkt hat, nun einen neuen Reader gekauft. Nicht, weil mein kleiner Sony PRS-350 kaputt wäre (mit 2,5 Jahren ist er ja auch noch nicht wirklich alt), sondern einfach, weil mir auf Dauer die 5 Zoll doch ein wenig zu klein fürs längere Lesen sind.
Eigentlich hätte ich ja nun einen beleuchteten Reader ins Auge gefasst, aber letztendlich konnte mich doch keiner restlos überzeugen (vor allem, da ich meinen Reader am liebsten mit der linken Hand am unteren Rand halte und also genau da gern Blättertasten hätte). Und so wurde es dann doch der Sony PRS-T2, der mir seither schon treue Dienste leistet. Ich lese jetzt viel mehr auf dem Reader nicht nur unterwegs, sondern auch zuhause und muss zugeben, dass ich meinen geliebten "Kleinen" seither kaum noch in der Hand hatte. Eventuell werde ich zum T2 demnächst mal einen Erfahrungsbericht schreiben - vorerst gibts mal nur zwei Bilder von meinem Reader in der schicken Hülle von mosus:


Ich denke, das war für diese Woche alles - und das war ja auch eine ganze Menge.
Es ist zwar schon recht später Abend, aber ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag!

Freitag, 1. März 2013

Bram Stoker - Dracula


Genre: Klassiker, Horror/Grusel
Verlag: Audible
Dauer: 16 h 49 min (ungekürzte Lesung)
gelesen von: Nana Spier, Detlef Bierstedt, Erich Räuker, Martin Kessler, Oliver Rohrbeck, Simon Jäger, Reinhard Kuhnert, Tanja Furnaro
meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen



Als Jonathan Harker nach Transsylvanien reist, um dort geschäftliche Dinge mit Graf Dracula zu besprechen, merkt er schnell, dass hier manches nicht mit rechten Dingen zugeht und der Graf nicht nur ein gewöhnlicher Mensch ist.
Währenddessen sorgt sich in England Jonathans Verlobte Mina um ihn, da sie schon seit Wochen nichts von ihm gehört hat. Doch als ein gespensterhaftes Schiff in Whitby anlegt, nimmt das Grauen auch in England seinen Anfang ...

Okay, was schreibe ich eigentlich groß über den Inhalt? Ich bin vermutlich eh der einzige Mensch weit und breit, der Dracula nicht nur noch nie gelesen, sondern auch noch nie eine Verfilmung gesehen hat. Natürlich wusste ich dennoch bereits einiges über die Handlung im Vorfeld, aber im Detail war sie mir tatsächlich noch nicht bekannt. Übrigens enthält die Rezension leichte Spoiler, wer also wirklich komplett ahnungslos ist und das auch bleiben möchte, sollte vielleicht besser nicht weiterlesen.

"Dracula" ist in erster Linie eine Collage von Tagebucheinträgen, durchbrochen von einigen Zeitungsartikeln, Telegrammen und Briefen. Im Hörbuch hat dabei jede Figur ihre eigene Stimme, was sehr gut funktioniert - umso mehr, da die Produktion eine ganze Reihe von hervorragenden Sprechern und Sprecherinnen versammelt.
Die Hörbuchfassung kann ich also uneingeschränkt weiterempfehlen - den Roman selbst allerdings nicht so ganz. Obwohl er mir nämlich insgesamt durchaus gefallen hat, war ich doch nicht restlos davon begeistert. 
Dabei ist gerade die erste Hälfte wirklich sehr stimmungsvoll und auch gruselig. Es ist (abgesehen von dem Logbuch des Schiffes, das mir eine schlaflose Nacht beschert hat) ein eher subtiler Grusel, der in erster Linie in kleinen Details und der Ungewissheit der Figuren liegt, kein tatsächlicher Horror. Gerade das hat mir an dem Roman aber sehr gut gefallen, ebenso wie auch die Figur des Dracula, der hier wirklich ein schauriges Wesen ist. Ich konnte es nicht fassen (und zwar im negativen Sinn), als ich gelesen habe, dass in der beliebten Verfilmung mit Gary Oldman aus ihm quasi ein tragischer Liebhaber wurde! 

Interessanterweise funktionierte der Roman für mich am besten, solange vieles noch ungewiss war, die einzelnen Fäden noch nicht zusammengelaufen sind und die Figuren auch alle nur über ein Teilwissen verfügen. Das schaukelt sich alles hoch bis zum Tod von Lucy, der für mich so etwas wie den Höhepunkt der Spannung darstellte. Danach fiel diese Spannung leider in sich zusammen und wollte sich auch bis zum Ende nicht mehr so recht einstellen. Es wird einfach zuviel diskutiert, zuviel geplant, zuviel an Informationen ausgetauscht und zuviel Zeit mit dem Bewundern und Bedauern von Mina verbracht.
Denn - Stichwort Bewundern - eine klare Schwäche des Romans sind für mich die Figuren, die alle herzensgut, edel und mutig sind und füreinander alles tun würden, vor allem die Herren für Lucy und die unendlich reine und wunderbare Mina. Ich will damit nicht sagen, dass die Figuren völlig flach wirken, aber fast allen fehlen Schattenseiten und damit auch eine gewisse Tiefe. 
Lucy war diejenige, die mir noch am ehesten dreidimensional vorkam und ich muss zugeben, dass ich um sie wirklich sehr gebangt habe (obwohl selbst ich Dracula-Banause schon wusste, was mit ihr geschehen würde).

"Dracula" reiht sich für mich also unter den Romanen mit starkem Anfang und recht schwachem Ende ein. Ab der Hälfte gab es für mich einen klaren Spannungsabfall und im folgenden einfach viel zuviel Herumgerede. Da die Figuren großteils recht eindimensional wirken, konnten sie alleine mich auch nicht fesseln.
Trotzdem ein Klassiker, der sich durchaus lohnt - schon alleine, um darin einmal dem "Urbild" des literarischen Vampirs zu begegnen.