Dienstag, 30. November 2010

NaNo - die 50.000 sind geschafft!








Ja, das wars mit dem NaNo.

Die letzten Tage war es noch eine rechte Quälerei, muss ich leider sagen. Ich befürchte auch, dass ich mit dem Roman irgendwo in die falsche Richtung unterwegs bin und werde ihn jetzt nicht (wie ursprünglich geplant) gleich noch im Dezember/Jänner zu Ende schreiben, sondern erst mal eine Pause einlegen und sehen, was wann und warum falsch gelaufen ist.
Vielleicht ist auch eine längere Pause notwendig - momentan bin ich etwas schreibmüde, auch wenn ich natürlich meine fehlenden 5.000 Wörter für den T12 im Dezember noch schreiben werde. Dann aber wohl an meinem langjährigen Monsterprojekt "Die Göttersteine" und nicht an meinem NaNo-Roman.

Donnerstag, 25. November 2010

NaNo - der Endspurt

Mein derzeitiger Wortstand: 41.232 Wörter
Damit bin ich auch weiterhin im grünen Bereich, habe aber nur wenig Vorsprung. Bei meinem ersten NaNo 2007 habe ich die 50.000 schon am 27. November überschritten - das wird diesmal sicher nicht der Fall sein.

Leider läuft es nämlich etwas zäh. Ich setz mich jeden Tag brav hin und schreibe mein Pensum, aber ich muss mich meistens dazu zwingen und komme in keinen wirklichen Schreibfluss rein.
Letztes Jahr habe ich oft geflucht und gejammert über meinen Roman und es ging gar nichts - umgekehrt gabs dann aber auch Tage, an denen ich 3.000 Wörter geschrieben habe, weil einfach alles lief.
Ganz arge Durchhänger hatte ich bei meinem jetzigen Roman noch nicht, aber so richtig zieht er mich trotzdem nicht. Ich kann nicht mal genau sagen, woran es liegt. Gut, ich habe nicht detailliert geplottet, aber das habe ich im letzten Jahr auch nicht gemacht. Vielleicht bin ich ein wenig "schreibmüde", weil ich in diesem Jahr schon so viel geschrieben habe.

Nach dem NaNo werde ich daher wohl erst mal eine kleine Schreibpause einlegen, ehe ich mit dem Roman weitermache. Denn dass mit 50.000 Wörter die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, steht schon mal fest. Und ich hoffe, dass der Schreibfluss dann irgendwann noch kommt. Bis jetzt ist es eher mühsam als Spaß - und vor allem eine Sache der Disziplin, aber an der mangelt es mir beim Schreiben ohnehin selten. Die Freude daran, die ist mir schon seit längerer Zeit abhanden gekommen und wirft bei mir die Frage auf, weshalb ich mir das überhaupt "antue". Schließlich bin ich bei keiner Agentur und keinem Verlag unter Vertrag und mache das also nur als Hobby. Mit dem Schreiben aufhören könnte ich aber wiederum auch nicht.
Tja, das soll mal einer verstehen ...

Sonntag, 21. November 2010

Peter Robinson - In einem heißen Sommer



Genre: Krimi
Seiten: 495
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3550083402
Meine Bewertung: 3 von 5 Sternchen




Es gibt manchmal Bücher, die ich kaum bewerten kann. Dieser Roman ist so ein Fall. Eigentlich war er sehr gut zu lesen, eigentlich war der Kriminalfall spannend und eigentlich hat er mir gefallen, aber trotzdem hat er mich nicht wirklich überzeugt. Vielleicht war es auch ein Problem, dass ich für ihn (NaNo-bedingt) recht lange gebraucht habe, allerdings fiel es mir nie schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Aber der Reihe nach ...

In einem heißen Sommer legt ein ausgetrockener Stausee die Ruinen des Dorfes Hobb's End frei, das einige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg einem Reservoir weichen musste. Und in diesen Ruinen findet ein Junge beim Spielen das Skelett einer jungen Frau, die vor vielen Jahren ermordet wurde. Es liegt nun an Inspektor Alan Banks die Hintergründe des Verbrechens aufzudecken und den Mörder zu finden.

Es war die faszinierende Ausgangssituation - die Ruinen eines gefluteten Dorfes werden plötzlich wieder freigelegt -, die mich beim Bücher-Flohmarkt zum Kauf dieses Buches bewegt hat. Denn bislang kannte ich weder weitere Alan-Banks-Romane noch hatte ich vom Autor jemals etwas gehört.
So wie der Skelettfund im Roman war also auch das Buch für mich ein Zufallsfund. Dass es sich dabei um einen Band einer ganzen Krimiserie handelte, merkte ich erst später, aber man kann diesen Roman problemlos lesen, ohne einen der früheren Alan-Banks-Krimis zu kennen. Zwar gibt es Andeutungen auf frühere Ereignisse, aber dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass mir irgendwelche notwendigen Informationen fehlen.

In dem Roman wird im Wesentlichen aus der Perspektive von drei verschiedenen Figuren erzählt: Eine Ich-Erzählerin führt die Leser zurück in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, ehe Hobb's End geflutet wurde, und in der Gegenwart teilen sich Alan Banks und die ihm zugeteilte Kriminalbeamtin Annie Cabbot die Perspektive.
Alle Figuren sind durchaus gut durchdacht in ihrem Charakter, allerdings blieben alle seltsam leblos für mich, vor allem die Ich-Erzählerin Gwen Shackleton. Ich konnte mich in keinen von ihnen wirklich einfühlen und vor allem mit niemandem mitfiebern.
Dabei schafft es Peter Robinson durchaus, die Hintergründe seiner Figuren lebhaft zu beschreiben. Vor allem das England der Kriegszeit wird in diesem Roman sehr greifbar, wodurch auch die Passagen in der Vergangenheit für mich eigentlich die interessanteren waren.

Der Kriminalfall ist ebenfalls spannend, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Letztendlich war er in vielen Punkten zu vorhersehbar. Es gab zwar zum Ende hin noch eine etwas unerwartetere Wendung, aber auch die hat bei mir letztendlich nur noch zu einem müden "ach?" geführt. Vermutlich liegt es daran, dass die Kombination Vergangenheit und Ermittlungen in der Gegenwart hier in Summe zu viel verrät. Vieles wird schon aus den Schilderungen von Gwen Shackleton klar, wodurch einige Ermittlungen des Gespanns Alan und Cabbot langweilig wird - und umgekehrt nimmt die Gegenwart natürlich einiges vorweg, das dann dennoch in den Rückblicken noch einmal in ganzer Länge erzählt wird.

Insgesamt war es trotzdem ein spannender Roman, aber ich denke nicht, dass ich noch mehr von den Alan-Banks-Krimis lesen werde.

Donnerstag, 18. November 2010

Eine Stadt. Ein Buch.

Ich muss hier kurz mal ein Ereignis vorstellen, das einmal im Jahr in Wien stattfindet: Und zwar wird jedes Jahr einmal ein Buch in einer extra Auflage von 100.000 Exemplaren gedruckt (ein nicht ganz so wunderschönes Taschenbuch, aber das macht ja nix) und danach in Wien gratis verteilt.
Dieses Jahr gibt es "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" von Dai Sijie und zwar genau ab heute. Sollten das hier Wiener lesen und bisher noch nichts von dieser Aktion gewusst haben: Zieht los und schnappt euch das Buch! Man bekommt es in vielen Buchhandlungen, im Rathaus, in den Volkshochschulen und in allen Zweigstellen der Städtischen Büchereien.
Es gibt auch noch ein paar andere Verteilerstellen, genaueres könnt ihr hier nachlesen:
Eine Stadt. Ein Buch.

2006 gab es übrigens "Sehr blaue Augen" von Toni Morrison, das ich ich damals irgendwie verpasst habe. Ich führe es mal darauf zurück, dass ich damals grad Diplomarbeit geschrieben habe. Auch sonst hab ich mir das Gratisbuch nicht immer geholt (ab und zu wusste ich schon, dass das kein Buch ist, das mich interessiert), aber 2006 hab ich es einfach verschwitzt. Sehr ärgerlich.

Und damit das keinen Wiener Lesern meines Blogs passiert (sofern es solche gibt), erinnere ich euch hiermit daran.

Ja, und damit ist mein SuB wieder gewachsen. ;-)

Montag, 15. November 2010

Halbzeit beim NaNo!

Ja, heute ist Halbzeittag. Und - *trommelwirbel* - ich stehe auch tatsächlich bei gut 25.000 Wörtern. Solange ich also in dem Tempo der letzten Tage weiterschreibe, wird alles gut.
Besonders beruhigend ist daran folgendes: Von 19 Diensten im November hatte ich bis jetzt bereits 14. Was heißt das? Ab jetzt habe ich viel mehr Zeit.
Und die muss ich vermutlich teilweise zum Plotten nutzen. Ich nähere mich nämlich mit raschen Schritten dem Ende meines Plots. Fest steht noch, dass Vianne, meine Ich-Erzählerin, und Ragin, ihr Love-Interest (naja, so wirklich funkt es zwischen ihnen noch nicht), vom Nachtjäger aufgespürt werden, durch gruslige Höhlensysteme mit noch grusligeren Wesen darin fliehen und schließlich im Salzbergwerk von Hallstatt rauskommen. Danach? Tja, ich weiß es noch nicht so genau. Aber ich hoffe, dass ich es in den nächsten Tagen herausfinden werde.

Samstag, 13. November 2010

Hope Mirrlees - Flucht ins Feenland

Ich möchte euch heute ein Buch vorstellen, das ich vor einigen Monaten zufälligerweise in der Bücherei entdeckt habe. Es ist also schon ein bisscher her, seit ich es gelesen habe, aber ich möchte euch diese kleine Perle unbedingt weiterempfehlen:



Genre: Phantastik
Seiten: 406
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492700191
Meine Bewertung: 5 von 5 Sternchen




"Lud-in-the-Mist" von Hope Mirrlees erschien bereits 1926 bei Collins, wurde aber erst 2003 mit dem Titel "Flucht ins Feenland" ins Deutsche übersetzt. Die Hardcover-Ausgabe von Piper ist insofern ein echtes Schmuckstück, da sie auch eine Einleitung von Neil Gaiman und ein sehr ausführliches Nachwort von Michael Swanwick (mit Informationen über die Autorin und ihre Werke) enthält.

Der Freistaat Dorimare (früher unter der Herrschaft des Herzogs Aubrey, dessen lautliche Ähnlichkeit mit "Oberon" nicht von ungefähr kommt) pflegte einst enge Beziehungen zum im Westen gelegenen Feenland. Aber zu Beginn des Romans unterhalten die beiden Länder schon seit vielen Jahren keine Beziehungen mehr. Alles, was mit dem Feenland zu tun hat, wird totgeschwiegen. Dann aber werden Feenfrüchte in die Stadt Lud-in-den-Nebeln geschmuggelt; der Sohne des Bürgermeisters kommt ebenso in den Genuss dieser Früchte wie die Mädchen der "Höheren Töchterschule", die daraufhin über die Hügel ins Feenland verschwinden.
Nathan Hahnenkamm, der Bürgermeister, versucht nun, dem Schmuggel ein Ende zu bereiten. Dabei stößt er auf einen alten Mordfall und muss sich schließlich selbst auf den Weg ins Feenland machen.

Der Roman von Mirrlees ist kein typischer Fantasyroman. Man findet auf alle Fälle mehr Ähnlichkeiten zu phantastischen Werken der Romantik als etwa zum Herrn der Ringe. Die Bewohner von Lud-in-den-Nebeln erinnern in ihrer Mentalität ein wenig an Hobbits (bzw. umgekehrt), aber das ist auch schon alles. "Flucht ins Feenland" ist eher ein Krimi und eine Gespenstergeschichte und ganz nebenbei auch sehr witzig, ohne jedoch wirklich eine Komödie zu sein. Hahnenkamms Reise ins Feenland geschieht erst sehr spät und nimmt nur wenig Raum ein (nur damit hier keine falschen Erwartungen geweckt werden!). Bis dahin spielt sich alles in Dorimare ab, wo allmählich das "Fremde" aus dem Feenland immer stärker greifbar wird.
Sprachlich ist der Roman ein echtes Juwel. Er ist nicht immer einfach zu lesen, zuweilen fast ein wenig sperrig, aber dafür ist er wunderbar poetisch und wohltuend anders als manche moderne Fantasyromane, die sich wie ein steriles Beispiel eines Schreibratgebers lesen.
Der Beginn ist übrigens recht gemächlich, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Es lohnt sich weiterzulesen!

Donnerstag, 11. November 2010

Wenn man im NaNo plötzlich überarbeiten muss

Mittlerweile läuft der NaNo schon über eine Woche und ich bin leider nicht mehr ganz im grünen Bereich. Momentan (in der Nacht vom 10. auf den 11.) stehe ich bei 15.729 Wörter, was dennoch nicht so schlecht ist. Ich hinke nicht allzu sehr hinterher, und in den letzten Jahren war es auch immer so, dass ich in der 1./2. Woche mal einen kleinen Einbruch hatte.

Der Grund liegt dieses Mal nicht nur in meinen vielen Diensten, sondern auch darin, dass ich nun zwei Tage lang nur mit Umschreiben beschäftigt war, was man normalerweise im NaNo eigentlich nicht tun sollte. Allerdings hat bei mir etwas mit meiner Ich-Erzählerin nicht gepasst - sie war einfach zu schüchtern, zu schwach und ist mir allgemein auf die Nerven gegangen. Es kam auch nicht wirklich ein Zug in die Geschichte und ihre erste Begegnung mit dem "Love Interest" des Romans war ebenfalls nicht vielversprechend.
Glücklicherweise habe ich schnell gemerkt, woran es hakt und weshalb ich mit ihr in eine falsche Richtung gegangen bin. Also habe ich ihren Charakter überarbeitet und nun nochmal alle Szenen umgeschrieben. Das war ziemlich viel Arbeit, aber jetzt ist meine Vianne ein viel greifbarerer Charakter, und dadurch ist auch mehr Fahrt in den Roman gekommen. Was diese erste Begegnung betrifft ... nun ja, es muss nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein. ;-)
Und jetzt kann ich also wieder weiterschreiben und werde hoffentlich bald nicht mehr hinterher hinken - zumindest am Sonntag habe ich frei und sollte einiges weiterbekommen.

Sonntag, 7. November 2010

Robert Harris - Titan


Genre: Historischer Roman
Seiten: 544
Verlag: Heyne
ISBN: 9783453001589
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternchen

Historien-Challenge (Römisches Reich)



Bei diesem Roman (der übrigens im Original den viel passenderen Titel "Lustrum" trägt), handelt es sich um den 2. Teil von Harris' großer Trilogie über Cicero. Ich denke aber, man kann den Roman auch ohne den 1. Teil gut lesen.

Während "Imperium", der 1. Teil, Ciceros politischen Aufstieg bis hin zur Wahl als Konsul darstellt, geht es hier nun um das Konsulat und die darauffolgende Zeit.
Wer bereits ganz oben ist, kann eigentlich nur noch absinken, könnte man in diesem Fall sagen. Mit dem Aufdecken der Catilina-Verschwörung macht Cicero sich unsterblich, doch schon auf diesem Höhepunkt seiner Macht ist sein Stern bereits wieder im Sinken. Caesar, Pompeius und schließlich Clodius machen ihm das Leben schwer, und zusammen mit der Republik steuert auch Cicero seinem Untergang entgegen.

Der Roman ist aus der Sicht von Ciceros Sklaven Tiro geschrieben, als eine fiktive Biografie. Man weiß, dass Tiro tatsächlich eine solche Biografie schrieb, aber leider ist sie nicht überliefert. Während man sich bei dem (großartigen) Roman "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" von Robert Ranke-Graves tatsächlich vorstellen kann, dass eine Biografie von Claudius so ausgesehen haben könnte, ist das hier nicht unbedingt der Fall. Zwar begeht Harris nicht den Fehler, seine Figuren allzu neuzeitlich denken zu lassen, aber dennoch liest sich der Roman insgesamt natürlich eher "modern".
Das sehe ich aber durchaus nicht negativ, denn wie schon "Imperium" ist auch "Titan" sehr spannend und versteht es, die doch recht verworrene Politik der späten Republik verständlich darzustellen.

Die wirkliche Stärke des Romans liegt aber in der Zeichung der Figuren. Tiro selbst bleibt recht blass (was durchaus stimmig und wohl auch so beabsichtigt ist), aber sämtliche historische Persönlichkeiten werden sehr glaubhaft, lebendig und differenziert dargestellt. Cicero hat seine Fehler, ebenso wie seine Freunde; umgekehrt haben aber auch seine Gegner ihre guten Seiten. Die Motive von allen sind gut nachvollziehbar - die der "guten" ebenso wie die der "bösen". Wobei diese Bezeichnungen natürlich nicht sehr passend sind; obwohl ich als Leserin natürlich auf Ciceros Seite (und somit der Seite des Senats) stand, lagen meine Sympathien einige Male auch eher auf der Seite der Gegner.

Durch die Nähe zu den Figuren ist es wirklich schmerzhaft, zum Ende hin allmählich den Untergang der Republik mitzuerleben. Ich wusste ja bereits, dass alles so kommen würde, aber trotzdem habe ich manchmal dennoch wie besessen weitergelesen und gehofft, es möge sich doch alles zum Guten wenden. Wie bei "Romeo und Julia", wenn man sich wider besseres Wissen wünscht, Julia möge rechtzeitig erwachen. ;-)

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man stellenweise vielleicht etwas mehr hätte kürzen können. Es gibt Passagen, die sich ein wenig ziehen - wobei das auch daran liegen könnte, dass ich über Ciceros Leben sehr gut Bescheid weiß.
Allerdings nicht so gut, dass mir historische Fehler aufgefallen wären. Aus meiner Sicht ist der Roman also sorgfältig recherchiert und wirkt authentisch.

Nun warte ich gespannt auf den 3. Band, der natürlich für Cicero nur in der Katastrophe gipfeln kann. Trotzdem freue ich mich darauf, ein letztes Mal in Harris' fesselnde Darstellung eines der größten Redner der Antike eintauchen zu können.

Samstag, 6. November 2010

Guter Lauf beim NaNoWriMo und ein Award

Beim NaNo läuft es derzeit ganz gut. Nach etwas zähen Tagen am Mittwoch und Donnerstag, habe ich gestern dann sehr viel geschrieben - und das auch noch in einer recht kurzen Zeit.
Mein derzeitiger Wortstand: 10.023
Von meiner Romanidee bin ich allerdings jetzt nicht mehr so ganz überzeugt, aber das Problem hab ich ja immer. Ich versuche mal, die Zweifel nicht allzu stark werden zu lassen und einfach weiterzuschreiben.

Außerdem gibts noch etwas ganz anderes, und zwar hab ich von mirjam und von Lena einen Award erhalten.
Ich hab mich sehr gefreut und finde es wirklich lieb von euch, dass ihr an mich und meinen Blog gedacht habt! :-)


So, nun ist dieser Award mit zwei "Regeln" verbunden:

1. Akzeptiere den Award, indem Du den Namen/Blog auf deinem Blog postest, von dem Du ihn bekommen hast.

2. Verschenke den Award an 15 andere Blogs, die Du kürzlich entdeckt hast und hinterlasse dort einen Kommentar.



Punkt Nr. 2 ist etwas schwierig, da ich nicht so viele Blogs verfolge. Dazu kommt noch, dass ich jetzt nicht weiß, ob ich diesen Award eigentlich auch an jene "zurückgeben" darf, von denen ich ihn bekommen habe. Ich vermute mal nicht, sonst würde das irgendwie eine Endlos-Schleife ergeben. ;-)
Nun ja, schauen wir mal, wieviele mir einfallen:

1. Da wäre mal FrauKatz und die Belletristik, ein Blog, der mir regelmäßig die Lachtränen ins Gesicht treibt. Wer sich nicht an etwas fieserer Buchkritik stört, sollte hier mal einen Blick hineinwerfen. Die "Verkatzungen" von Eragon, Twilight und anderen Bestsellern sind wirklich köstlich.

2. Dann Von Windsprechern, Drachen und Intriganten, der Blog einer Schreibfreundin von mir. Birthe ist wie ich gerade im NaNo-Fieber und schreibt ganz wunderbare Geschichten fernab vom Mainstream.

3. Und noch ein Schriftsteller-Blog, nämlich Coppélias Weblog. Sie schreibt tolle Romane, sie zeichnet tolle Bilder, es gibt keinen lateinischen Satz, mit dem sie nicht klarkommt - kurz: Ein Universalgenie. :-)

4. Daydreaming and Dreaming habe ich im Zuge des read-a-thon kennengelernt. Es gibt hier viele ausführliche Rezensionen und eine Begeisterung am Lesen, die einem förmlich vom Bildschirm entgegenspringt.

5. Auf Manus Blog Wenn Bücher lesezeichnen bin ich ebenfalls im Zuge des read-a-thon gestoßen. Auch hier findet ihr sehr interessante Rezensionen zu Büchern der unterschiedlichsten Genres. Manu ist außerdem auch so ein Büchereifan wie ich, was ich toll finde. :-)

6. Eine weitere bloggende Schreiberin ist Tina Alba mit ihrem Schreibblog. Obwohl wir beide schon lange gemeinsam in einem (nein: sogar zwei!) Schreibforen sind, habe ich ihren Blog erst im Laufe des NaNo entdeckt. Ein schlimmes Versäumnis!

7. Und da wäre auch noch Tanja Rast, die ein unglaubliches Schreibtempo vorlegt und dabei noch eine Freude am Schreiben mitbringt, von der ich mir (Meisterin der Selbstzweifel, die ich nun mal bin) eine Scheibe abschneiden könnte!

8. Und ganz frisch entdeckt habe ich noch LeseLust & LeseLiebe, ebenfalls ein Blog eines begeisterten Bücherwurms, den ich in nächster Zeit bestimmt noch öfter besuchen werde.

Immerhin bin ich jetzt auf die Hälfte gekommen. ;-)

Donnerstag, 4. November 2010

Ein neuer Lesemarathon - aber vermutlich ohne mich :-(

Dieses Wochenende, also am 6. 11. ab 9 Uhr bis zum 7. 11. um 9 Uhr findet von Lovelybooks wieder ein Lesemarathon statt.
Ich würde natürlich sehr gerne dabei sein, aber da gibt es zwei klitzekleine Probleme:

1. Es ist NaNo-Zeit. Okay, das alleine würde mich noch nicht abhalten, denn in den letzten Jahren war ich um die Zeit herum immer beim Fest der Pferde, das auch sehr viel Schreibzeit gestohlen hat - aber das findet in diesem Jahr nicht statt. Ich könnte also als "Ersatz" (nicht, dass das eine viel mit dem anderen zu tun hätte) dafür lesen.

2. Es gibt aber auch noch das zweite Problem: Ich hab am Samstag einen Doppeldienst. Nun würde mich der auch noch nicht davon abhalten, denn ich könnte ja immerhin am Vormittag lesen und dann im Anschluss an die Arbeit die ganze Nach hindurch. Aber just an diesem Wochenende gibts am Sonntag (sonst mein freier Tag) auch einen Doppeldienst. Auwei. Die Nacht durchmachen und dann den ganzen Nachmittag bis um 21 Uhr arbeiten? Das klingt nicht gut.

Das wird also vermutlich nichts. Schade. Na, ich hoffe mal, dass es beim nächsten Mal klappt. Ansonsten muss ich mal wieder einen kleinen privaten Lesetag veranstalten, aber das ist natürlich nicht so lustig wie ein Gemeinschaftsereignis.

Montag, 1. November 2010

NaNoWriMo - Der Startschuss ist gefallen

So, es ist der 1. November und das bedeutet: Heute hat der NaNoWriMo begonnen. 50.000 Wörter in 30 Tagen, also 1.667 Wörter pro Tag.
Ich habe heute mit 2.003 Wörtern begonnen, was ganz gut ist. Vielleicht wäre zeitmäßig mehr drinnen gewesen, aber mit Kochen, Familienessen, Friedhofs-Andacht und Nichten, die erfreut waren, die Tante mal wieder verfügbar zu haben (bin sonst ja meistens in Wien), war mein Tag recht ausgefüllt.
Immerhin lief es mit dem Beginn meines Romans ganz gut. Ich war nicht direkt in einem Schreibrausch, aber es lief auch nicht allzu zäh. Stellenweise war es etwas schwierig, aber so ist das beim Schreiben ja immer.

Zumindest die Frage der Perspektive ist jetzt geklärt: Vianne, meine Heldin, möchte selbst erzählen, es gibt also eine Ich-Perspektive.
Ansonsten ging es gleich actionreich los, aber mittlerweile ist eher Ruhe in den Roman eingekehrt. Ich versuche momentan, die komplexen Hintergründe einigermaßen verständlich und nicht zu geballt einzustreuen. Gar nicht so einfach ...

Aber alles in allem war es also ein erfolgreicher Start und ich hoffe, dass es möglichst so weitergeht.
Bestimmt werde ich irgendwann einen ganz argen Durchhänger haben. Das war noch jedes Jahr so. Seid also gewarnt - im Laufe des Novembers werde ich vermutlich hier noch ganz fürchterlich jammern. ;-)