Sonntag, 17. Dezember 2017

Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Adventswochenende

Guten Morgen! Es ist der dritte Adventssonntag und somit wieder Zeit für Arianas Vorweihnachts-Lesewochen.
Nachdem ich gestern noch eine ganze Reihe von Einkäufen erledigt habe, ist heute wieder ein eher ruhiger Tag angesagt. Ich habe bereits eine gute Stunde im Bett gelesen und dabei endlich Das Labyrinth der Lichter ausgelesen (mit fast 1000 Seiten mein bislang dickstes Buch in diesem Jahr).
Mir hat der Roman gefallen, aber es gab doch einiges, das mich daran gestört hat und das Ende hat sich ziemlich gezogen. Als Abschluss für die "Friedhof der Vergessenen Bücher"-Serie hat sich das Lesen auf jeden Fall gelohnt, aber rückblickend finde ich doch, dass "Der Schatten des Windes" auch gut für sich alleine hätte stehen können.

Ich wollte heute eigentlich vor dem Frühstück wieder laufen gehen, aber ich konnte mich bisher noch nicht dazu aufraffen, zumal es mir draußen eisig kalt vorkommt. Ich werde jetzt stattdessen ein wenig Yoga machen und mir dann ein gemütliches Frühstück gönnen. Bis später!


Update um 14:00

Ich habe den Vormittag heute zum Teil mit Häkeln verbracht (meine Nichte wünscht sich gehäkelte Kosmetikpads zu Weihnachten - das ist doch mal ein einfacher Wunsch :-)) und dabei dem Hörbuch A Little Princess von Frances Hodgson Burnett gelauscht. Auch so ein Klassiker, den ich bislang weder gelesen noch gesehen habe, dessen Einstieg mir aber sehr gut gefällt.

Bei mir sind übrigens schon die ersten weihnachtlichen Buchgeschenke eingezogen, da ich letzte Woche ja mit meinen Freundinnen bereits gefeiert habe. Ich habe Meine Reise mit Charley von John Steinbeck und die Graphic Novel Im Eisland. Band 1: Die Franklin-Expedition von Kristina Gehrmann geschenkt bekommen.
Außerdem habe ich mich nach der stressigen Zeit rund um meinen verfrühten Aufbruch zur Dienstreise selbst mit einem Buch beschenkt, das ich schon seit langem auf meiner Wunschliste hatte: Die Saga von Gösta Berling von Selma Lagerlöf. Es handelt sich um die fast schon unverschämt teure Ausgabe von "Die Andere Bibliothek", aber da ich diese Ausgabe schon bei Nils Holgersson sehr mochte, habe ich schon lange auf die passende Gelegenheit gewartet, um mir dieses Buch zu kaufen.
Auf alle drei Bücher bin ich schon sehr gespannt.


Ich verabschiede mich nun mal für den Nachmittag, da ich bei Freunden zum Teetrinken und Spielen eingeladen bin. Voraussichtlich werde ich dann am Abend noch einmal ein kurzes Update posten.

Samstag, 16. Dezember 2017

Frida Nilsson - Siri und die Eismeerpiraten


erschienen bei Gerstenberg
woher: Buchhandlung Kuppitsch


Im Eismeer macht der gefürchtete Piratenkapitän Weißhaupt Jagd auf Kinder, um sie in seiner Diamantenmine auf einer Insel, deren Lage niemand kennt, schuften zu lassen. Als er die kleine Schwester von Siri raubt, wagt diese etwas, wozu noch kein Erwachsener den Mut gefunden hat: Sie macht sich auf, um Weißhaupt zu finden und ihre Schwester zurückzuholen. Aber es ist keine einfache Reise und Weißhaupt nicht der einzige gefährliche Mensch im Eismeer.

"Siri und die Eismeerpiraten" ist eine klassische Abenteuergeschichte mit phantastischen Elementen. Schon, wenn man das Buch aufschlägt und die Karte betrachtet, wird man in eine atmosphärische Inselwelt hineingezogen mit wundervollen Namen wie Unbehag, Nordwog und Katzenschären. Friederike Buchinger, die den Roman aus dem Schwedischen übersetzt hat, hat nicht nur beim Text, sondern auch bei den Namen eine tolle Arbeit geleistet.

Blauwiek heißt das kleine Fischerdorf, in dem die zehnjährige Siri mit ihrer kleinen Schwester Miki und ihrem Vater lebt. Als Siri in einem unbedachten Moment ihre Schwester an den gefürchteten Weißhaupt verliert, bricht sie zu einer wahren Odyssee quer durch das Eismeer auf. Sie kämpft sich hartnäckig voran, macht sich unterwegs weitere Feinde und findet aber auch Freunde, die ihr treu zur Seite stehen. Diese helfen ihr, nicht den Glauben an das Gute zu verlieren, auch wenn sie manchmal das Gefühl hat, es gäbe keine Menschlichkeit mehr in der Welt:

"Es gibt einen Mann, der benutzt Kinder, als wären sie Tiere. Das hatte ich immer gesagt, wenn wir zu Hause auf unserer Schlafbank lagen. Was ich damals nicht wusste, war, dass Weißhaupts Grube Kinder in Tiere verwandelte. Ja, so war es. Wir waren nicht länger Kinder, wir waren Tiere auf drei Beinen, Tiere, die aus Näpfen aßen, Tiere, die nur sich selbst halfen und niemandem sonst."

Frida Nilsson wird teilweise mit Astrid Lindgren verglichen und obwohl ich bei solchen Vergleichen immer skeptisch bin, musste auch ich bei "Siri und die Eismeerpiraten" einige Male an "Die Brüder Löwenherz" denken. Auch in diesem Roman hier passiert viel Grausames und Trauriges, aber er bleibt dennoch kindgerecht und voller Hoffnung. Und wie Lindgren schafft Nilsson auch den Spagat zwischen einem poetischen, fast ein wenig altmodisch anmutenden Schreibstil und einer dennoch sehr einfach zu lesenden, äußerst spannenden Geschichte. 
Siri ist zudem eine wunderbare, sympathische Heldin, die - wie auch die Nebenfiguren - mehrschichtig angelegt ist und auch immer wieder mit ihren Schwächen und Ängsten zu kämpfen hat. 

Ein rundum gelungenes, zeitloses Buch, das zum Nachdenken anregt und nicht nur für Kinder ab etwa zehn Jahren, sondern auch für Erwachsene sehr zu empfehlen ist.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Vorweihnachts-Lesewochen 2017 - 2. Adventswochenende

Ariana veranstaltet wieder die traditionellen Vorweihnachts-Lesewochen, bei denen ich vorige Woche erst sehr spät eingestiegen bin, dafür aber winterliche Impressionen aus dem Salzkammergut mitgebracht habe.

Heute schaffe ich den Einstieg zumindest etwas früher. Ich dachte, ich hätte nun ein eher ruhiges Wochenende, aber irgendwie hatte und habe ich doch einiges zu tun. Mal sehen, ob ich mir heute dennoch ein bisschen einen gemütlichen Nachmittag machen kann.
Immerhin war ich heute schon laufen und die letzten beiden Tage habe ich auf Hochtouren Kekse gebacken:

im Uhrzeigersinn: Vanillekipferl, Nutellakekse, Maronitaler,
Butterkekse (Sterne), Oreotrüffel, Spekulatius-Marzipan-Kugeln

Bei all dem Keksausstechen, Verzieren, etc. hatte ich einige Zeit, meinem Hörbuch zu lauschen und so bin ich mit Mord im Orientexpress gut vorangekommen. Ich kenne diesen vielleicht berühmtesten Krimi von Agatha Christie zwar schon, aber nach der enttäuschenden Neuverfilmung hatte ich das Bedürfnis, ihn mal wieder zu lesen. Da ich heute noch einiges in der Wohnung erledigen muss, werde ich vielleicht noch ein bisschen weiterhören und die Situation mit dem eingeschneiten Zug passt ja auch sehr gut in die Adventszeit.
Ich werde mich jetzt auch gleich mal ans Aufräumen und Putzen machen - bei mir ist morgen Abend eine Weihnachstfeier geplant und aktuell ist meine Wohnung nicht wirklich vorzeigbar.

Und was sind eure Pläne für den heutigen Tag?


Update um 17:00

Ich habe fast alles erledigt, was für heute auf den Plan stand (und Mord im Orientexpress fast zu Ende gehört) - nun werde ich gleich noch für die Weihnachtsfeier morgen Abend vorkochen.

Außerdem habe ich erstmals schon vor dem letzten Adventswochenende einen Baum gekauft und geschmückt. Da ich über die Weihnachtsfeiertage ohnehin nie in Wien bin, habe ich viel mehr davon, wenn ich ihn schon die Adventszeit über bei mir stehen habe. Dazu kommt, dass ich ohnehin meist in der ersten Adventhälfte weihnachtlicher gestimmt bin als dann tatsächlich zu Weihnachten.

Ich habe dieses Jahr einen ungewöhnlich großen Baum (irgendwie sah der beim Verkaufsstand neben all den riesigen Tannen so unschuldig klein aus) und erstmals auch eine Lichterkette. Echte Kerzen finde ich zwar schöner, aber die sind mir doch zu gefährlich.

Nun werde ich mich also mal aufs Kochen stürzen und danach ist dann hoffentlich endlich Zeit, um mich gemütlich aufs Sofa zu kuscheln.

 

Robert Galbraith - Die Ernte des Bösen

erschienen bei Random House Audio
ungekürzte Lesung von Dietmar Wunder
woher: Büchereien Wien


Gerade, als es im Detektivbüro von Cormoran Strike gut zu laufen scheint, bekommt seine Assistentin Robin Ellacott ein Paket zugesendet, das ein abgetrenntes Frauenbein enthält. Cormoran wird schnell klar, dass der Täter jemand aus seiner Vergangenheit sein muss und kann den Kreis der Verdächtigen auf drei Personen einkreisen. Als in London weitere Morde passieren, beginnt für Robin und Cormoran ein Wettlauf gegen die Zeit.

"Die Ernte des Bösen" ist der dritte Fall von Cormoran und Robin. Handelte es sich bei den ersten beiden um klassische Krimis, so geht dieser teilweise eher in Richtung Thriller: Einige Kapitel sind aus der Sicht des Mörders geschrieben (ohne, dass dessen Identität dabei klar werden würde) und es geht um einen persönlichen Rachefeldzug gegen Strike. 
Ich bin kein großer Fan von Fällen, in die der Detektiv persönlich verstrickt ist und leider bildet dieser Krimi keine Ausnahme. Noch dazu waren mir die psychischen Abgründe der Verdächtigen zu extrem, zu übertrieben.

Ich fand auch die Ermittlungsarbeit diesmal nicht besonders gut dargestellt. Sowohl die Polizei als auch das Ermittlerduo tappen zu lange ziellos im Dunkeln und scheinen kaum einmal über das Täterprofil nachzudenken. Für mich persönlich hat sich schnell klar ein Verdächtiger herausgeschält, da ich einen gewissen Modus Operandi zu erkennen glaubte, aber Cormoran und Robin kommen kaum jemals auf die Idee, die Art und Vorgehensweise des Täters mit den vergangenen Verbrechen der drei Verdächtigen zu vergleichen.

Obwohl mich der Kriminalfall also nicht überzeugen konnte, habe ich aber gern der Lesung gelauscht. Das lag vor allem an den sehr gut ausgestalteten Hauptfiguren, die hier sehr viel Raum bekommen, um sich zu entfalten und weiter zu entwickeln. Manchmal empfinde ich es als störend, wenn es in einem Krimi zu viel um das persönliche Leben der Ermittler geht, aber bei so überzeugend gezeichneten und sympathischen Figuren wie Cormoran und Robin hat es mir Freude gemacht, sie noch besser kennenzulernen als in den ersten beiden Bänden.

Einziger Wermutstropfen bei den Figuren: Es fällt mir einerseits sehr schwer nachzuvollziehen, was Robin noch bei Matthew hält, mich nervt aber andererseits auch das Hin und Her zwischen Cormoran und Robin. Mir ist es egal, ob sie nun einfach Freunde bleiben oder ein Liebespaar werden (für mich fühlt sich beides richtig an) - ich hätte nur gern eine klare Richtung. Irgendwann ist die Frage "kriegen sie sich oder nicht" einfach ausgereizt und ich finde es auch ein wenig billig, auf diese Art von Spannung zu setzen.

Alles in allem war "Die Ernte des Bösen" für mich eher mittelmäßig. Die Kriminalfälle haben mir in den ersten beiden Bänden deutlich besser gefallen, aber die Konzentration auf die Figuren und ihr Leben abseits des Detektivbüros fand ich durchaus interessant. Trotz einiger Schwächen freue ich mich daher auf den nächsten Band.

Am Rande noch kurz ein paar Worte zur Verfilmung der Bücher in Form der BBC-Serie "Strike": Ich finde die TV-Adaption sehr gut gelungen und auf jeden Fall empfehlenswert. Tom Burke als Cormoran Strike mag ein wenig zu gutaussehend sein, aber er fängt den Charakter des Detektivs exzellent ein und Holliday Grainger ist eine ganz wunderbare Robin.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Persönliche Challenge 2017: Kampf den SuB-Leichen (Fazit)

Ich habe mir in diesem Jahr das Ziel gesetzt, meine "SuB-Leichen" endlich zu lesen und das hat auch sehr gut geklappt. Dazu muss ich sagen, dass die meisten dieser Bücher etwa ein Jahr vorher eingezogen sind und nur ein paar tatsächlich schon sehr lange bei mir im Regal standen. Für die Challenge habe ich letztendlich alle Bücher, die ich mindestens seit 2016 hatte, als SuB-Leichen gezählt. Manche von denen hatte ich erst wenige Monate auf meinem SuB, aber das ist für mich eigentlich schon zu lang: Die größte Lust ein Buch zu lesen, habe ich immer dann, wenn es neu bei mir eingezogen ist - und dann sinkt das Interesse bei mir leider von Monat zu Monat sehr schnell. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass ich seit meiner Kindheit regelmäßig die Bücherei aufsuche und also nicht daran gewöhnt bin, dass Bücher sehr lange ungelesen bei mir zuhause herumstehen.

In diesem Beitrag möchte ich einen Überblick darüber geben, welche Bücher ich im Zuge der Challenge gelesen habe, wie lange sie zu dem Zeitpunkt bereits bei mir waren und wie es mir dann damit gegangen ist. Am Ende des Beitrags findet ihr dann ein Gesamtfazit.

Der Stapel ist nicht ganz vollständig: Ein Buch habe ich
bereits aussortiert; zwei Bücher sind gerade verliehen

1. Martin Schemm - Der Goldschatz der Elbberge (Kurzrezension)
(eingezogen: April 2014; gelesen: Jänner 2017)
Dieses Buch war ein klassischer Fehlkauf. Es klang nach einem etwas anderen historischen Roman, aber schon zu dem Zeitpunkt, als es bei mir eingezogen ist, war ich mir nicht mehr sicher, ob das wirklich das richtige Buch für mich wäre. Dementsprechend ist es quasi auch bleischwer auf dem SuB gelegen und ich habe es lange vor mir hergeschoben. Beim Lesen ging es mir dann ähnlich damit: Es war zäh, nicht direkt schlecht, aber auch kein Buch, das ich weiterempfehlen würde und letztendlich war ich froh, als ich damit durch war. Wurde dann auch schnell aussortiert.

2. Hans Traxler - Die Wahrheit über Hänsel und Gretel (Rezension)
(eingezogen: Mitte 2016; gelesen: Februar 2017)
Bei diesem Buch wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Es hat sich nach dem Kauf zeitlich nie passend ergeben, aber ich habe im Zuge der Challenge sehr gern dazu gegriffen und fand es toll.

3. Barbi Markovic - Superheldinnen
(eingezogen: Februar 2016; gelesen: Februar 2017)
Dieses Buch hat eine Lehrgangs- und Arbeitskollegin von mir geschrieben. Ich habe es gleich nach dem Erscheinen gekauft, mich dann aber vor dem Lesen gedrückt, da ich Angst hatte, es würde mir nicht gefallen. Da es diesen Februar als Thetaerstück umgesetzt wurde, wollte ich es vorher endlich lesen. Mir hat das Buch gefallen, wenn ich auch nicht ganz davon überzeugt war - die Umsetzung als Theaterstück fand ich dann nochmal um eine Ecke besser.

4. Brandon Sanderson - The Rithmatist (Rezension)
(eingezogen: August 2015; gelesen: April 2017)
Dieses Buch habe ich mir von Elena im Zuge eines Gewinnspiels gewünscht, da ich es nochmal mit Brandon Sanderson versuchen wollte. Da ich vorher mit dem Autor kein glückliches Händchen hatte, habe ich mich dann aber eine Weile vor dem Lesen gedrückt. Ganz zu Unrecht: Ich habe das Buch verschlungen und mochte es sehr gern!

5. Christoph Ransmayr - Der Weg nach Surabaya (Rezension)
(eingezogen: März 2016; gelesen: April 2017)
Ich liebe die Bücher von Ransmayr, muss mich aber manchmal dazu überwinden, sie anzufangen, da ich weiß, dass sie keine "leichte" Lektüre sind. So habe ich mich auch bei dieser Erzählsammlung vor dem Lesen gedrückt, mochte das Buch aber letztendlich sehr gern.

6. Liz Jensen - Das neunte Leben des Louis Drax (Rezension)
(eingezogen: Sommer 2016; gelesen: Mai 2017)
Ein Zufallsfund hat mich auf die Autorin aufmerksam gemacht und ich wollte daraufhin mehr von ihr lesen. Mich hat dieses Buch dann aber doch nicht mehr so gereizt und ich habe die Lektüre länger vor mir hergeschoben. Als ich es dann doch endlich aus dem Regal gezogen habe, hat es mir aber sehr gut gefallen.

7. Rachel van Kooij - Klaras Kiste (Rezension)
(eingezogen: Oktober 2016; gelesen: Juni 2017)
Rachel van Kooij habe ich im Zuge einer Fortbildung, die ich mitorganisiert habe, kennengelernt. Sie hat dort unter anderem aus diesem Buch vorgelesen und ich habe es daraufhin gekauft. Bis ich es dann tatsächlich gelesen habe, hat es ein paar Monate gedauert, aber ich fand es sehr gut.

8. Wolfgang Herrndorf - tschick
(eingezogen: Juli 2016; gelesen: Juli 2017)
Der Grund, weshalb dieses Buch ein Jahr lang ungelesen bei mir stand, war hauptsächlich, dass es sich zunächst nicht ergeben hat, es zu lesen, es für mich aber ein Sommerbuch war. Deshalb habe ich dann auf den nächsten Sommer gewartet - und habe es dann auch sehr gern gelesen.

9. Heinrich Böll - Wanderer, kommst du nach Spa ... (Rezension)
(eingezogen: Juni 2016; gelesen: Juli 2017)
Nachdem mir Bölls Irisches Tagebuch so gut gefallen hatte, wollte ich längstens schon ein weiteres Buch von ihm lesen. Es hat dann eine Weile gedauert, bis ich zu dieser Kurzgeschichtensammlung gegriffen habe und sie konnte mich auch nicht ganz überzeugen.

10. Juli Zeh - Unterleuten (Rezension)
(eingezogen: Oktober 2016; gelesen: August 2017)
Dieses Buch ist bei uns in der Arbeit als Rezensionsexemplar übrig geblieben. Obwohl ich Juli Zeh sehr gern lese, hat mich der Umfang des Romans länger abgeschreckt. Als ich dann endlich damit begonnen habe, konnte es mir aber kaum lang genug sein. Ein großartiges Buch!

11. Roland Reichart - Die Gugging-Protokolle (Rezension)
(eingezogen: Dezember 2015; gelesen: August 2017)
Ein Weihnachtsgeschenk, auf das ich ehrlich gesagt wenig Lust hatte. Ich hatte das Gefühl, dass das nicht meinem Lesegeschmack entsprechen würde. Letztendlich fand ich es gar nicht so schlecht, aber etwas anstrengend zu lesen.

12. Francois Place - Phantastische Reisen I. Vom Land der Amazonen zu den Indigo-Inseln
(eingezogen: Sommer 2016; gelesen: September 2017)
Ich habe dieses Buch, das fiktive Länder in Texten und Bildern beschreibt, gleich begeistert durchgeblättert, nachdem es bei mir eingezogen war. Bis ich es tatsächlich gelesen habe, hat es dann aber doch etwas gedauert. Es war eine sehr nette Lektüre und ich habe im Anschluss auch gleich die anderen zwei Bände gebraucht gekauft.

13. Michael Ondaatje - Katzentisch (Kurzrezension)
(eingezogen: November 2016; gelesen: Oktober 2017)
Dieses Buch gab es letztes Jahr im Zuge der Aktion Eine Stadt. Ein Buch - es war also keine Lektüre, die ich mir bewusst ausgewählt hätte. Vielleicht hatte ich deshalb länger keine Lust darauf. Ich wollte es aber zumindest lesen, bevor es das diesjährige Gratisbuch gibt, daher habe ich eher pflichtbewusst danach gegriffen. Es war für mich kein Jahreshighlight, aber ich habe es gern gelesen.

14. C.J. Cherryh - Der Engel mit dem Schwert
(eingezogen: November 2016; angelesen und abgebrochen im Oktober 2017)
Das erste Buch dieser Aktion, das ich abgebrochen habe. Das Problem war, dass dieses Buch schon jahrelang auf meiner Wunschliste stand, bis ich es überhaupt gekauft habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir schon gar nicht mehr so sicher, ob ich das unbedingt lesen wollte. Ich glaube, dass mir dieser Roman tatsächlich vor Jahren, als ich darauf aufmerksam geworden bin, besser gefallen hätte.

15. Per J. Andersson - Der Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden
(eingezogen: Jänner 2016; angelesen und abgebrochen im November 2017)
Und leider ein weiterer Abbruch. Bei diesem Buch haben mich Titel und Klappentext getäuscht. Darin wird die wahre Geschichte von Pikay erzählt, der sich in den 70er Jahren in eine schwedische Touristin verliebte und ihr schließlich nach Schweden nachreiste. Für mich klang es so, als ginge es vor allem um die Reise. Erst, als ich mit dem Lesen begonnen und schließlich auch das Inhaltsverzeichnis genauer angesehen habe, ist mir klar geworden, dass die titelgebende Reise ganz kurz abgehandelt wird und es vor allem um Pikays Lebensgeschichte geht. Das alleine war für mich schon enttäuschend, aber noch dazu fand ich auch den Schreibstil gar nicht gut.

16. Beate Maly - Tod am Semmering
(eingezogen: Dezember 2016; gelesen: Dezember 2017) 
Dieser eisigen Krimi, der in einem verschneiten Hotel spielt, musste bei mir ein Jahr lang warten, da ich letztes Jahr nach dem Kauf doch keine Lust mehr auf winterliche Bücher hatte. Diesen Dezember habe ich ihn nun gelesen und er war wirklich eine passende Lektüre für den Winter. Obwohl der Krimi ganz nett war, konnte er mich nicht ganz überzeugen - ich glaube also nicht, dass ich weitere Krimis von Beate Maly lesen werde.


Da ich keine weiteren Bücher mehr von 2016 oder früher auf meinem SuB habe, ist die Challenge also nun erfolgreich für mich zu Ende gegangen. 

Als Fazit kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat, endlich einige der Bücher zu lesen, die ich monatelang schmählich vernachlässigt habe. Obwohl ich an einigen im Laufe der Zeit das Interesse verloren hatte, haben sie mir großteils dann doch sehr gut gefallen - von einigen wurde ich sogar positiv überrascht. Mitgenommen habe ich mir aus dieser kleinen Challenge den Vorsatz, meine gekauften Bücher in Zukunft zeitnah zu lesen.